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Friedensreich Hundertwasser - La Solitude

Friedensreich Hundertwasser: La Solitude
aus unserer Rubrik: Zeitgenössische Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle

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Galerie der Rekorde

 

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Friedensreich Hundertwasser

(1928 Wien - 2000 auf einem Kreuzfahrtschiff auf der Reise von Neuseeland nach Wien)


La Solitude

1958. Mischtechnik auf Papier. Auf Leinwand aufgezogen. 42,5 x 66cm. Signiert und nummeriert unten links: Hundertwasser 1958. Rahmen.


Wir danken Frau Dr. Andrea Fürst, Wien, für die freundliche Unterstützung.

Provenienz:
Berggruen Galerie, Paris (lt. altem Klebeetikett)
Robert Elkon Gallery, New York (Galerieaufkleber)
Richard Miller, Philadelphia (lt. altem Klebeetikett)
Albert Loeb and Krugier Gallery, New York (Galerieaufkleber)
La Medusa, Studio d'Arte Contemporanea, Rom (Nr. 299)
Privatsammlung, Weilheim

Ausstellung:
Kestner Gesellschaft Hannover 1964, S. 168 o. Abb.
Galerie Krugier/Galerie Georges Moos,Genf 1967
Kunstverein Berlin 1967

Literatur:
Fürst, Andrea Christa: Hundertwasser (1928-2000) - Werkverzeichnis, Köln u.a. 2002, Wvz.-Nr. 363
Ausst.-Kat.: Hommage à Hundertwasser, Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle, Alençon 2001, S. 37 (nicht ausgestellt)

Über die Wiederentdeckung der frühen Werke Friedensreich Hundertwassers wurde im vergangenen Jahrzehnt auch eine neue Interpretation seines gesamten Schaffens ermöglicht. Waren es in den Jahren vor seinem Tod vor allem seine architektonischen Projekte gewesen, die für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gesorgt hatten, so gilt es nun, seinem Schaffen aus den 1950er und frühen 1960er Jahren wieder besonderes Augenmerk zu geben. In dieser Zeit zeigen sich einerseits noch die Einflüsse der Wiener Sezession, die den Stil des Künstlers zu Beginn aber auch insgesamt nachhaltig prägten, gleichzeitig hat er bereits eine feste Position in der Avantgarde-Szene seiner Zeit inne. Neben seinen Reisen weilt er zu dieser Zeit viel in Paris, wo er mit René Brô, Yves Klein und dem gleichaltrigen Kunstkritiker Pierre Restany befreundet ist. Gemeinsam ist den jungen Künstlern die Suche nach neuen Farb- und Bildsprachen. Robert Fleck sieht jedoch Unterschiede in den Absichten der Künstler. Dient bei Klein das monochrome Blau der Anschauung des unendlichen Raumes, so hat Hundertwassers multichrome Koloristik "die Aufgabe, den Betrachter - ebenso direkt, ohne narrative oder gedankliche Übersetzungsarbeit - in Energieflüsse der Natur einzubinden und eine Kommunikation mit natürlichen Kreisläufen herzustellen. Natürliche Prozesse werden aus der Intensität der Farben (.) unmittelbar anschaulich. Der damit verbundene Erkenntnisprozess soll den zivilisatorischen Menschen aus der Abhängigkeit von der ästhetischen Umwelt der Industriegesellschaft der Nachkriegsjahrzehnte lösen und in ein umfassendes Bewusstsein des Wertes der Natur und ihrer Wesenszusammenhänge überführen". (Fleck, Robert: Hundertwassers malerische Aktualität, Der unbekannte Hundertwasser, Wien 2008, S. 22/23). Bezeichnend ist darin zum einen die dem Werk Hundertwassers inhärente Naturverbundenheit aber ebenso die Ablösung von den in dieser Zeit prävalenten Malern des Informel und der gestischen Abstraktion, die eine neue Generation von Künstlern hervorbrachte. All diese Elemente werden in der Arbeit "La Solitude" sichtbar

Schätzpreis
€ 60.000

Ergebnis
€ 150.000

300. Auktion "Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst", Los 102, 31.05.2011


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