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Max Ernst

(1891 Brühl - 1976 Paris)


Deutsch-amerikanisch-französischer Maler, Grafiker, Bildhauer. Studium: ab 1910 Philologie, Philosophie, Psychologie, Kunstgeschichte, Universität Bonn. Ab 1911 Freundschaft mit August Macke, Bekanntschaft mit Robert Delaunay, Guillaume Apollinaire und ab 1914 mit Hans Arp; Verbindung zum rheinischen Kreis der Expressionisten und nach Paris. Auseinandersetzung mit Giorgio de Chirico und Tristan Tzara. Verarbeitet vielfältige Einflüsse und findet zu seiner bevorzugten Gestaltungsweise, der bewussten stilistischen Synthese verschieder Gattungen, Richtungen, Epochen. 1914–18 Teilnahme am 1. Weltkrieg. Wieder in Köln, beteiligt er sich an der Formierung der Kölner Dada-Szene; es entstehen v.a. Collagen und Übermalungen. 1921/22 Zusammenarbeit mit Paul Eluard; Übersiedlung nach Frankreich, wo er Eluards Haus mit einem Bilderzyklus ausgestaltet. Hauptwerke dieser Zeit (Elefant Celebes; Oedipus Rex; La belle Jardinière; Au Rendezvous des amis) leiten die Hinwendung zum Surrealismus (ab 1924) ein. Weitere Arbeiten mittels Frottage, Assemblage, Grattage begleiten die Debatte um die bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten des Surrealismus. 1929 erster surrealistischer Collageroman La femme 100 têtes (weitere 1930 und 1934), die den Höhepunkt seiner Collagetechnik markieren. 1930 erfindet Ernst die chimärische Figur des Loplop, ein ironisches Alter ego, das es ihm ermöglicht, künstlerische Handlungsmöglichkeiten bildlich auszuloten. Ab Mitte der 30er Jahre Beschäftigung mit plastischen Arbeiten. Es entstehen Gipsabformungen von objets trouvés, die er collageartig kombiniert. 1939 findet er zu Gemälden im Abklatschverfahren, die mit ihren farbenprächtigen Strukturen visuelle Fantasien stimulieren. Nach Internierungen 1939 und 1940 im folgenden Jahr mit Hilfe von Peggy Guggenheim Ausreise in die USA (1948 amerikanische Staatsbürgerschaft). Zunächst in New York (Drip paintings: Der verwirrte Planet, 1942), ab 1946 in Sedona, Arizona ansässig, wo er ein Haus baut, das er mit Maskenfriesen und Skulpturen schmückt (Capricorn, 1948). Er beschäftigt sich mit außer-europäischer Kunst und Ethnologie; hält 1952 an der University of Hawaii, Honolulu, Vorlesungen über die Einflüsse sogenannter »primitiver« Kunst auf die Kunst der Neuzeit. Ab 1953 wieder in Frankreich (1958 naturalisiert); die internationale Wertschätzung seines Werkes beginnt. Es entstehen Gemälde in hellen luziden Farben, die charakterisch für das Spätwerk sind, sowie eine Reihe von Assemblagen, die wie die Gemälde einen motivischen Rückgriff auf das Frühwerk zeigen. 1970 Publikation seiner zahlreichen Schriften unter dem Titel Ecritures. – Ernst zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Surrealismus, obgleich er sich Ende der 30er Jahre von diesem löst. Sein Werk beschreibt einen Appell zur subjektiven Selbstvergewisserung, ist widersprüchlich und gleichsam schroff. Unter dem Eindruck von Dada bricht er mit der Welt des traditionellen Bildes. In einer Phase symbolistischer Naturerfahrung bestimmt er die Natur als Urgrund des isolierten Individuums, das in fortlaufender Veränderung nach Orientierung sucht.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Max Ernst: Les Canards aus unserer Rubrik: Moderne Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
Max Ernst

Les Canards
ERNST, MAX. 1891 Brühl - 1976 Paris. Les Canards. Öl auf Papier. 39 x 28,5cm. Rahmen.
Schätzpreis: € 40.000
Ergebnis: € 74.240
(344. Auktion "Moderne + Zeitgenössische Kunst", Los 31, 26.11.2014)
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Max Ernst: Le grand ignorant aus unserer Rubrik: Moderne Objekte
Max Ernst

Le grand ignorant
ERNST, MAX. 1891 Brühl - 1976 Paris. Le grand ignorant. Collage (Holz, Karton, Metall) und Farblithografie auf drei bemalten (Öl) und mit Scharnieren verbundenen Holzplatten. Die Rückseiten mit Stoff bezogen. 116 x 100cm. Monogrammiert auf der Lithografie und auf der zentralen Holzplatte unten Mitte: M E. Verso auf Etikett betitelt, nummeriert und signiert. Modellrahmen. Eines von 99 Exemplaren.
Schätzpreis: € 7.000
Ergebnis: € 7.040
(344. Auktion "Moderne + Zeitgenössische Kunst", Los 33, 26.11.2014)
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Max Ernst: Le soleil - La ville entière aus unserer Rubrik: Moderne Grafik
Max Ernst

Le soleil - La ville entière
ERNST, MAX. 1891 Brühl - 1976 Paris. Le soleil - La ville entière. Farblithografie auf Arches. 30,5 x 24cm (37 x 30cm). Ex. 37/100.
Schätzpreis: € 1.200
Ergebnis: € 1.536
(344. Auktion "Moderne + Zeitgenössische Kunst", Los 544, 26.11.2014)
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Max Ernst: Hommage à Marcel Duchamp aus unserer Rubrik: Moderne Grafik
Max Ernst

Hommage à Marcel Duchamp
ERNST, MAX. 1891 Brühl - 1976 Paris. Hommage à Marcel Duchamp. Radierung und Farbaquatinta auf Velin. 20,7 x 15,5cm (37,8 x 28,7cm). Ex. 65/125. Rahmen.
Schätzpreis: € 750
Ergebnis: € 1.152
(337. Auktion "Moderne und Zeitgenössische Kunst", Los 535, 27.05.2014)
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Max Ernst: Danseuses aus unserer Rubrik: Moderne Grafik
Max Ernst

Danseuses
ERNST, MAX. 1891 Brühl - 1976 Paris. Danseuses. Lithografie auf ARCHES (Wasserzeichen). 49,5 x 32,5cm (57 x 38,3cm). Ex. 138/200. Rahmen.
Schätzpreis: € 800
Ergebnis: € 1.088
(337. Auktion "Moderne und Zeitgenössische Kunst", Los 537, 27.05.2014)
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Max Ernst: Il pleut aus unserer Rubrik: Moderne Grafik
Max Ernst

Il pleut
ERNST, MAX. 1891 Brühl - 1976 Paris. Il pleut. Radierung und Aquatinta auf Arches (Wasserzeichen). 24 x 19,5cm (54 x 37,5cm). Ex. 14/18.
Schätzpreis: € 700
Ergebnis: € 896
(344. Auktion "Moderne + Zeitgenössische Kunst", Los 545, 26.11.2014)
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Eintrag in der Galerie der Rekorde

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