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Katalog 381 | Moderne Kunst

Der Maler, Grafiker, Bildhauer und Schriftsteller zählt zu den vielseitigsten Künstlern der Moderne. Nach den Anfängen als Dadaist wird er ein wichtiger Protagonist des Surrealismus und entwickelt ein ganz eigenes Repertoire an Figuren, Formen und Techniken. Ernst studiert von 1910 bis 1914 u.a. Philosophie und Kunstgeschichte. Durch die Bekanntschaft mit A. Macke 1911, beginnt er als Autodidakt im expressionistischen Stil zu malen. Schon 1913 stellt er mit den Rheinischen Expressionisten in Bonn aus und beteiligt sich am 1. Deutschen Herbstsalon in der Berliner „Sturm“-Galerie. Im selben Jahr begegnet er Arp und wenig später Grosz und Herzfeld. Nach dem 1. Weltkrieg gründet er mit Arp die Kölner Dada-Gruppe „Zentrale W/3“. Zu dieser Zeit entdeckt er die Kunst der Pittura metafisica für sich und findet zu seiner surrealen Ausdrucksweise. 1921 präsentiert er auf Einladung von Breton seine Werke erstmals in Paris, wohin er im folgenden Jahr übersiedelt. Bis 1938 ist er hier ein wichtiges Mitglied der surrealistischen Künstlergemeinschaft. 1931 zeigt er seine Arbeiten erstmals in New York. Seit 1933 als „entarteter“ Künstler in Deutschland diffamiert und nach Beginn des 2. Weltkrieges als Deutscher in Frankreich mehrfach interniert, flieht er 1941 in die USA. Mit der Herausgabe der Zeitschrift „VVV“, ab 1942, initiiert er dort eine surrealistische Kunstbewegung. 1953 kehrt er nach Frankreich zurück. Ein Jahr später erhält er den Malerpreis der 27. Biennale von Venedig, der Grund weshalb er aus dem Kreis der Surrealisten ausgeschlossen wird. 1956 wird er Mitglied der Berliner Kunstakademie. Zu Lebzeiten nimmt er an der documenta 1 bis 3 in Kassel teil. Auch wird er mit großen Retrospektiven geehrt, so 1951 in Brühl, 1961 in New York, 1962/63 in Köln und Zürich sowie 1975 in Paris. Vertreten unter anderem in: Max Ernst Museum, Brühl Pinakothek der Moderne, München Centre Pompidou, Paris Peggy Guggenheim Collection, Venedig Stedelijk Museum Amsterdam Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Fondation Beyeler, Riehen Tate Britain, London Museum of Modern Art, New York National Museum of Modern Art Kyoto Max Ernst (1891 –1976)


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