206. Auktion „Alte Kunst“, 28.-30. Juni 2001, Lot 1263
Gerrit Dou, "Der Zahnarzt". Signiert oben am Boden des Korbes: G. (ligiert) Dou. Öl auf Eichenholz. 36,8 x 26,6cm.
Ergebnis: € 2.950.000 (Schätzpreis: € 300.000)
206. Auktion „Alte Kunst“, 28.-30. Juni 2001, Lot 1263
Gerrit Dou, "Der Zahnarzt". Signiert oben am Boden des Korbes: G. (ligiert) Dou. Öl auf Eichenholz. 36,8 x 26,6cm.
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Weitere Werke von Gerrit Dou
Gerrit Dou
1612 – 1675 Leiden
VAN HAM Kunstauktionen erzielte für das Werk von Gerrit Dou „Der Zahnarzt“ bei der 206. Auktion im Juni 2001 einen Auktions-Weltrekord.
Biografie von Gerrit Dou
Dou [dau], Gerard (Gerrit), holländischer Genre- und Bildnismaler, * 7.4.1613 Leiden, begraben 9.2.1675 Leiden; erste Ausbildung als Kind durch den Kupferstecher B. Dolendo und durch den Glasmaler P. Couwenhorn, seit 14.2.1628 bis zum Wegzug Rembrandts nach Amsterdam 1631 dessen Schüler.
Gerrit Dous »Jugendliches Selbstbildnis an der Staffelei«, um 1628/29 (Slg. G. Henle, Duisburg), wurde irrtüml. Rembrandt zugeschrieben. Die Zusammenarbeit mit Rembrandt ist belegt und wird durch gleiche Modelle um 1630 erhärtet. Doch bald rückte Gerrit Dou in seinen genremäßig belebten Interieurs vom Vorbild Rembrandts ab. Eine gewisse Kühle kennzeichnet seine meisten Bilder.
In dem späten Werk von Gerrit Dou wird das Helldunkel luftiger und durchsichtiger. Charakterist, sind seine Blicke durch das Fenster in belebte Innenräume oder die Schilderung einer Einzelfigur im Fenster lehnend, oft nachgeahmt. Diese rundbogigen Fenster oder Nischen heben das einbeschlossene Motiv bedeutungsvoll hervor. Vielfach hat auch die Feinmalerei von Gerrit Dou einen moralisierenden Sinn (Die Möhrenputzerin, Schwerin, Mus.; Stilleben mit Leuchter und Taschenuhr, Dresden, Gem. Gal. Alte Meister), oft sind Hinweise auf die Vergänglichkeit des Lebens enthalten (Astronom, Schwerin, Mus.). Gerrit Dou ist auch bekannt als Maler von Historienbildern und allegor. Szenen. 1648 wurde er Mitbegründer der St. Lucas-Gilde in Leiden. Seine Feinmalerei wurde Vorbild der sog. Leidener Schule. Von aristokrat. Sammlern wurde Gerrit Dou bereits zu Lebzeiten hoch geschätzt.
Literatur: W. Martin, Het leven en de werken van G. D., beschouwd in verband met het schildersleven van zijn tijd, Le. 1901; W. Martin, G. D., Lo. 1902; Ders., G. D., sa vie et son œuvre, Pa. 1911; Ders., G. D., St., Be. 1913; Plietzsch; A. K. Wheelock, A Reappraisal of G. D.s Reputation (The William A. Clark Coll., The Corcoran Gall. of Art, Cat., Wa. 1978); W. Sumowski, Gemälde der Rembrandt-Schüler, Bd. 1, Landau 1983; Von F. Hals bis Vermeer, Kat., Be.-W 1984; Feinmalerei, Kat., Le. 1988.
In Kooperation mit dem Seemann Verlag
Aus: Lexikon der Kunst: Gerrit Dou. Lexikon der Kunst, Bd. 2, S.204, (c) E. A. Seemann
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