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Jean-Baptiste Greuze, Die Träumende

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Jean-Baptiste Greuze

1725 Tournus - 1805 Paris


Die Träumende
Öl auf Leinwand. Doubliert. 43,5 x 37,5cm. Im Oval.

Gutachten: Edgar Munhall, Frick Collection, New York vom 01.10.2010. Dr. Munhall geht davon aus, dass die beiden Werkverzeichnisnummern 538 und 547 mit dem vorliegenden Gemälde identisch sind.
Provenienz: - Versteigerung August-Joseph Carrier, Paris, 9.-10. März 1846, lot 107; (Martin 547)- Versteigerung Comte de Narbonne, Paris, 24. März 1851, lot 30; (Martin 547) - Versteigerung Duchesse de Raguse, Paris, 14. Dezember 1857, lot 23; (Martin 538) - Auktion Galerie Fischer, Luzern, 1937, lot 2397;- Seitdem Privatsammlung Rheinland.
Literatur: J. Martin, C. Masson, Catalogue raisonné de l'oeuvre peint et dessiné de Jean-Baptiste Greuze, in C. Mauclair, Jean-Baptiste Greuze, Paris 1906, Nos. 538, 547. 

293. Auktion "Alte Kunst" am 19. November 2010, Los 589.

Ergebnis: € 200.000

VAN HAM hat 2010 einen herausragenden Preis für das Gemälde von Jean-Baptiste Greuze erzielt. Seine sensiblen Darstellungen junger Frauen genießen Weltruhm und kommen selten auf den Markt.


Biografie von Jean-Baptiste Greuze

Jean-Baptiste Greuze war ein französischer Maler, * 21.8.1725 Tournus, † 21.3.1805 Paris. In Lyon wurde Jean-Baptiste Greuze bei J. Louis David und in Paris Anfang der 1750er Jahre ausgebildet. 1755-57 Reise nach Italien, wo er v.a. antike Skulpturen kopierte. Nach Paris zurückgekehrt, erzielte Greuze 1761 seinen ersten großen Erfolg mit der "Dorfhochzeit"; 1769 wurde er Akademiemitglied. Jean-Baptiste Greuze war Hauptvertreter der moralisierenden Genremalerei des aufstrebenden französischen Bürgertums. In sentimentalen Familienszenen ("Der Gelähmte, von den Seinen gepflegt", 1763, Leningrad, Ermitage), die vom bürgerlichen Schauspiel und der sittenschildernden englischen Malerei (Hogarth) angeregt wurden, stellte er die bürgerliche Sittenstrenge der laxen Moral des Adels (Boucher) entgegen. Dafür pries ihn Diderot. Einige Werke Greuzes aus der Pariser Zeit (Der betrogene Blinde, Moskau, Puskin-Museum; Ein Schüler ist über seiner Arbeit eingeschlafen, Montpellier, Musée Fabre) lassen Anlehnung an die holländische Malerei deutlich erkennen. Die jungen Mädchen auf seinen Genrebildern und thematischen Idealporträts (Der zerbrochene Krug, 1785, Paris, Louvre) geben sich im Widerspruch zu seinem Moralisieren mit einer sinnlichen Koketterie. Greuze versuchte sich auch als Historien- (Severus und Caracalla, Paris, Louvre) und Porträtmaler (Napoleon als Erster Konsul, Versailles, Musée National; Selbstbildnis, 1804, Marseilles, Musée des Beaux-Arts), schuf die Illustration zu seinem eigenen, 1861 erschienenen Roman "Bazile und Thibault oder die beiden Erziehungen".

In Kooperation mit dem Seemann Verlag
Aus: Lexikon der Kunst: Greuze. Lexikon der Kunst, Bd. 3, (c) E. A. Seemann


Edgar Munhall bestätigt in seinem Gutachten die Echtheit des Gemäldes und nimmt es in seinen in Vorbereitung befindlichen Catalogue Raisonné auf. Er schreibt: "...While the early history of this picture is uncertain, its authenticity as a genuine work by Jean-Baptiste Greuze (1725-1805) is not to be questioned... The subject of a young woman depicted partially undressed, with her breast exposed, is typical of Greuze's unique mixture of voluptuousness and dreamy reflection that he first developed around 1765...".

Er führt weiterhin aus, dass im Kunsthandel eine Kopie nach diesem Werk existiert, die angeblich über den Pariser Kunsthändler Lebrun nach Amerika kam und zuletzt trotz seiner Zweifel an der Authentizität als Greuze, zugeschrieben bei Sotheby's New York 1981, lot 58 verkauft wurde. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das hier angebotene Gemälde nicht identisch mit dem bei Sotheby's versteigerten Stück ist, sondern vielmehr als Original und damit Vorlage des Sotheby's-Gemälde gilt. Wir danken Edgar Munhall, Frick Collection, New York, für die freundliche Unterstützung.

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