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282. Auktion "Alte Kunst", 15. November 2009
Großes Altartriptychon mit der Beweinung Christi. Mitteltafel: Die Wehklage Linker Flügel: Der Stifter mit Marterwerkzeug Rechter Flügel: Die Stifterin in Gestalt der Maria Magdalena. Öl auf Holz. 109 x 70,5cm, bzw 109 x 29,5cm. Rahmen. 

Provenienz: Privatsammlung Paris | Sotheby's 05.07.1995 | Privatsammlung Köln

Vgl. Literatur:
K. Arndt: De anonieme meesters en hun problemen, in Exh. Cat. Bruges 1969, 17-24
M.J. Friedländer: Die altniederländische Malerei. Joos van Cleve, Jan Provost, Loachim Patenier, Berlin 1931.
G. Hulin de Loo: Exposition de Tableax flamands des XIV, XV, et XVI siecles. Cataloque Critique precede d'une introductionsur l'identite de certains maitres anonymes, Gand 1902. 
Ergebnis: € 129.600 (Schätzpreis: € 80.000)

282. Auktion "Alte Kunst", 15. November 2009
Großes Altartriptychon mit der Beweinung Christi. Mitteltafel: Die Wehklage Linker Flügel: Der Stifter mit Marterwerkzeug Rechter Flügel: Die Stifterin in Gestalt der Maria Magdalena. Öl auf Holz. 109 x 70,5cm, bzw 109 x 29,5cm. Rahmen. 

Provenienz: Privatsammlung Paris | Sotheby's 05.07.1995 | Privatsammlung Köln

Vgl. Literatur:
K. Arndt: De anonieme meesters en hun problemen, in Exh. Cat. Bruges 1969, 17-24
M.J. Friedländer: Die altniederländische Malerei. Joos van Cleve, Jan Provost, Loachim Patenier, Berlin 1931.
G. Hulin de Loo: Exposition de Tableax flamands des XIV, XV, et XVI siecles. Cataloque Critique precede d'une introductionsur l'identite de certains maitres anonymes, Gand 1902. 
Ergebnis: € 129.600 (Schätzpreis: € 80.000)

 

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Meister des Heiligen Blutes

war tätig in Brüssel um 1520


VAN HAM erzielt regelmäßig hervorragende Ergebnisse für Altäre. 2009 wurde das Altartriptychon des Meisters des Heilgen Blutes zu einem sehr guten Preis verkauft.


Biografie von Meister des Heiligen Blutes

Der Name des Meisters des Heiligen Blutes wurde von Georges Hulin de Loo eingeführt. Friedländer schreibt dem Künstler etwa 30 Werke zu. Sein Name bezeichnet einen nicht weiter greifbaren Künstler der in Brügge um 1520 im direkten Umkreis von Ambrosius Benson, Adrian Isenbrant und Albert Cornelis arbeitete und dessen Namensgebung auf ein Hauptwerk die Beweinung Christi aus der Basilika Saint-Sang ist. Der Legende nach wurde die Basilika zur Aufbewahrung der Reliquie des Blutes Christi im 12.Jh errichtet und um 1500 erneuert.

Das hier vorgestellte Altartriptychon zeigt im direkten Vergleich mit der Brügger Tafel deutliche Parallelen aber auch wesentlich stärkere Partien. Erkennbar sind die ähnlichen kompositorischen Elemente der parallel gestaffelten Figuren, um den nach links hingestreckten Heiland; der gleich hoch angesetzten Horizontlinie und der sich von dort bis zum Mittelgrund ziehenden grünlich Blauen Landschaft samt seiner phantastischen Architektur; bis hin zum gotisch gestalteten Rahmenwerk.
Verändert und durchaus plastischer sowie feiner zeigt sich im Vergleich die hohe Qualität der Inkarnate. Eine deratige bis in dreidimensionale Erfassung des Raumes reichende Veränderung in der malerischen Aufassung ist mit einer direkten Einflussnahme der Werkstatt des Quentin Massys erlärbar. Schon bei Arndt findet man den Bezug des Meisters des Heiligen Blutes zur bedeutenden Antwerpener Werkstatt, die in der außerordentlich qualitätsvollen Ausführung der Tafelmalerei Bestätigung findet. 

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