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295. Auktion, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 2.12.2010

Große Ringer. 1987/88. 
Chromnickelstahl, Auf Metallsockel (370 x 320cm). 400 x 346 x 255cm. Ausstellungen: 
Württembergischer Kunstverein, 36. Jahresausstellung Deutscher Künstlerbund, Stuttgart 1988, mit Ausst.-Kat. (Abb. S. 79)
Literatur: 
Georg W. Költzsch (Hrsg.), Matschinsky-Denninghoff, Monographie und Werkverzeichnis der Skulpturen, Köln 1992, S. 454 (mit Abb.), Wvz.-Nr. 584
Kunstreport, Informationsblatt Deutscher Künstlerbund e.V., H. 3/4, Berlin 1988 (Abb. Titelseite)
Deutsche Bank Berlin (Hrsg.), Bank und Kunst, Heft 3 , Berlin Juli 1989 (Abb. Titelseite und S. 5)

Schätzpreis: € 117.400 (Ergebnis: € 80.000)

295. Auktion, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 2.12.2010

Große Ringer. 1987/88. 
Chromnickelstahl, Auf Metallsockel (370 x 320cm). 400 x 346 x 255cm. Ausstellungen: 
Württembergischer Kunstverein, 36. Jahresausstellung Deutscher Künstlerbund, Stuttgart 1988, mit Ausst.-Kat. (Abb. S. 79)
Literatur: 
Georg W. Költzsch (Hrsg.), Matschinsky-Denninghoff, Monographie und Werkverzeichnis der Skulpturen, Köln 1992, S. 454 (mit Abb.), Wvz.-Nr. 584
Kunstreport, Informationsblatt Deutscher Künstlerbund e.V., H. 3/4, Berlin 1988 (Abb. Titelseite)
Deutsche Bank Berlin (Hrsg.), Bank und Kunst, Heft 3 , Berlin Juli 1989 (Abb. Titelseite und S. 5)

Schätzpreis: € 117.400 (Ergebnis: € 80.000)

 

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Bronzen und Skulpturen

 

Weitere Werke von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff

Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff

1923/1921 Berlin/Grötzingen


VAN HAM erzielte einen internationalen Auktionsrekord für die Skulptur "Große Ringer".


Biografie von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff

Matschinsky-Denninghoffs Plastiken bestehen aus einem einfachen Grundmaterial: Rohren. Mit diesen einfachen Bauelementen sichern die Künstler den stets hohen Grad an Abstraktion ihrer Werke. "Andererseits vollzieht sich im Anblick der bewegten Modellierung der Rohre und ihrer verlebendigten Oberfläche sehr schnell der Wandel von der technoiden Erscheinungsweise der Rohre zum Erscheinungsbild als körperhafte Zeichen. Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff können ihre Rohre formen, als wären sie aus Ton gebildet. Das zusammengefügte Rohr bewegt sich bereits in jedem einzelnen Stab und die Summe der Stäbe formen den Fluss der Bewegung. Jeder einzelne Stab ist also in der Plastik von Matschinksy-Denninghoff Ausdruck gebender Teil. (.) Von 1955 bis 1965 sind die Plastiken schärfer und aggressiver. Sie scheinen ihre sichere Gewissheit aus dem Recht der Suche nach neuen ästhetischen Lösungen der plastischen Form zu gewinnen. Bis 1965 entstehen die Plastiken zugleich als Definitionen des Raumes, den sie in sich einbinden, in sich hereinholen." (Georg-W. Költzsch, Beispielhaft. Linie, Stab, Röhre, Körper, in: Matschinsky-Denninghoff, Monographie und Werkverzeichnis der Skulpturen, hrsg. v. G-W. Költzsch, Köln 1992, S. 13f.).

Wie zwei kämpfende, und im gleichen Moment einander harmonisch ergänzende Figuren muten die beide Teile der Skulptur "Ringer" des Künstlerehepaares Martin und Brigitte Matschinsky-Denninghoff an. Trotz der gewaltigen Größe wirken die "Ringer" agil, auf ihre Bewegung konzentriert, und scheinen die Gesetze der Schwerkraft auf unerklärliche Weise außer Kraft zu setzen. Die eigentümliche Machart der Großskulpturen ist einzigartig und das Geheimnis ihres Erfolges: Chromnickelstahlrohre werden von den Künstlern über ein formgebendes Metallkorsett gezogen und aneinandergeschweißt. Mit dieser Technik werden ungeahnte Kompositionen möglich, die sich mal in die Höhe, mal in die Seite strebend, oder mal umeinander windend in einem nicht enden wollenden Formenfluss verlieren. Die Faszination der Großskulpturen, in denen das Röhrenmotiv dominiert, entspringt nicht zuletzt auch ihrem Einklang mit den sie umgebenden Stadt- oder Naturlandschaften, in die sie gebettet sind. So prägen besonders die monumentalen Arbeiten seit den 1960er Jahren den inner- und außereuropäischen öffentlichen Raum und stellen einen großen Werkkomplex im Oeuvre des Paares dar.

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