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283. Auktion „Moderne u. Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
Der Spaziergänger. 1912 (Entwurf), Guss von 1938. Bronze, braun patiniert. 51 x 24 x 16,5cm. Eines von 20 Exemplaren. Signiert auf der Plinthe rechts: E. Barlach.  Auf der Plinthenkante rechts Gießerstempel H. Noack Berlin. 
Literatur: Volker Probst (Hrsg.), Ernst Barlach. Das plastische Werk, Güstrow 2006, Nr. 189
Ergebnis: € 53.750 (Schätzpreis: € 40.000)

283. Auktion „Moderne u. Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
Der Spaziergänger. 1912 (Entwurf), Guss von 1938. Bronze, braun patiniert. 51 x 24 x 16,5cm. Eines von 20 Exemplaren. Signiert auf der Plinthe rechts: E. Barlach.  Auf der Plinthenkante rechts Gießerstempel H. Noack Berlin. 
Literatur: Volker Probst (Hrsg.), Ernst Barlach. Das plastische Werk, Güstrow 2006, Nr. 189
Ergebnis: € 53.750 (Schätzpreis: € 40.000)

 

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Bronzen und Skulpturen

 

Weitere Werke von Ernst Barlach

Ernst Barlach

1870 Wedel - 1938 Rostock


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für die Bronze "Der Spaziergänger" von Ernst Barlach bei der 255. Auktion im Juni 2007 einen Spitzenpreis.


Biografie von Ernst Barlach

Ernst Barlach studierte vom 21. bis 26. Lebensjahr Bildhauerei an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden. Seinen ersten Studienaufenthalt von 1895 bis 1896 verbrachte er in Paris. Nach seiner Rückkehr lebte er in Friedrichroda in Thüringen. 1897 bis 1899 studierte Ernst Balach wieder in Paris und ging anschließend nach Hamburg, wo er das Giebelrelief am Altonaer Rathaus gestaltete. Bis er 1905 nach Berlin übersiedelte arbeitete Barlach sechs Jahre als Bildhauer und Lehrer. Im Alter von 36 Jahren unternahm er eine Russlandreise, die entscheidenden Einfluß auf sein künstlerisches Schaffen hatte und Auslöser für einen Neubeginn war.
Auf der Ausstellung der Berliner Sezession machte Ernst Barlach Bekanntschaft mit dem Kunsthändler Cassirer, der Barlachs Arbeiten gegen eine jährliche Zahlung übernahm. Auf einer Italienreise lernte er Künstler verschiedener Genres kennen und siedelte 1910 nach Güstrow in Mecklenburg über. Sein erstes Drama „Der tote Tag“ entstand im Jahre 1912. Mit Theodor Däubler unternahm er 1913 eine Reise nach Mecklenburg und arbeitete an den „Güstower Fragmenten“ sowie an dem Roman „Seespeck“. 1914 bis 1917 war Ernst Barlach Landsturmsoldat. Zu dieser Zeit entstanden auch sozialkritische Holzschnitte über die Not des Krieges sowie das Drama „Der arme Vater“.
1919 wurde Barlach Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Ein Jahr später verfasste er sein bekanntestes Drama „Die echte Sedemunds“ und schuf das „Denkmal für die Gefallenen“ an der Kieler Nikolaikirche sowie die „Schmerzensmutter“. Barlachs Stil zeigt expressiv die Gesten und den Gesichtsausdruck im Schmerz, wobei die Umrisse seiner Figuren aber geschlossen bleiben. Die kubisch gegliederten Körper sind mit glatter Oberfläche ausgearbeitet.
1922 entstanden die Lithografien „Die Ausgestoßenen“ und die Holzschnitte „Die Wandlungen Gottes“. Zu dieser Zeit lernte Ernst Balach das Ehepaar Bernhard und Marga Böhmer kennen. 1927 erschien Barlachs Autobiografie „Ein Selbsterzähltes Leben“. Im Museum of Modern Art zeigte Barlach im Alter von 61 Jahren seine Skulpturen.
Die Zeit von 1933 bis 38 erwies sich für den Künstler als besonders hart, da die Nationalsozialisten sein Werk als „entartet“ erklärten und viele seiner Skulpturen aus Museen und Kirchen entfernten. Ernst Barlach starb am 24. Oktober 1938 im Alter von 68 Jahren in einer Privatklinik in Rostock. (Biografie aus Kunstmarkt.com)

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