VAN HAM Kunstauktionen

246. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 1. Dezember 2005, Lot 417 
Große Liegende Kuh. 1930. Bronze, dunkelbraun patiniert und poliert. 17x26x55cm.
Ergebnis: € 144.000 (Schätzpreis: € 40.000)

246. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 1. Dezember 2005, Lot 417 
Große Liegende Kuh. 1930. Bronze, dunkelbraun patiniert und poliert. 17x26x55cm.
Ergebnis: € 144.000 (Schätzpreis: € 40.000)

 

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Bronzen und Skulpturen

 

Weitere Werke von Ewald Mataré

Ewald Mataré

1887 Aachen – 1965 Büderich


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für eine Bronzeplastik von Ewald Mataré bei der 246. Auktion im Dezember 2005 einen Spitzenpreis.


Biografie von Ewald Mataré

Nach einer ersten Ausbildung in seiner Heimatstadt bei dem Maler Eugen Klinkenberg begann Ewald Mataré im Jahre 1907 ein Studium an der Kunstakademie in Berlin. Er studierte dort zunächst bei Lovis Corinth, dessen impressionistische Malerei ihm allerdings nicht zusagte, und wurde 1914 Meisterschüler von Arthur Kampf. 1918 schloss er sich der Berliner „Novembergruppe“ an. Im Alter von über dreißig Jahren wandte sich Mataré der Grafik und Bildhauerei zu. Bekannt wurde er mit Tierdarstellungen, die er in Edelhölzern und Bronze ausführte. Mataré war nicht an einer spontanen Ausdruckskraft und der Darstellung subjektiver Erlebnisse und Stimmungen interessiert, sondern er suchte in seinen reduzierten Arbeiten nach Klarheit und Objektivität in den Formen. Die abgerundeten Glieder hockender Tiere verschmelzen oft mit dem Rumpf, so dass die Extremitäten nur noch im Relief angedeutet sind.
Wichtig war ihm die übergeordnete Gesamtform, die sich mit dem geglätteten Material der Skulptur verbindet. Seit den dreißiger Jahren beschäftigte sich Mataré mit religiösen Themen, die unter anderem in enger Verbindung mit Architektur ausgeführt wurden. 1937 fertigte er eine „Holzskulptur des Schmerzenmannes“ für ein Kölner Krankenhaus. In den Jahren von 1948 bis 1954 entstanden Türen für den Kölner Dom. Auch die Fenster im Westturm des Aachener Domes und Portale der Friedenskirche in Hiroschima wurden von ihm ausgeführt.
Mataré wurde 1932 Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, bis ihn die Nationalsozialisten ein Jahr später als „entartet“ entließen. Nach seiner Wiedereinstellung war er von 1945 bis 1957 unter anderem Lehrer von Joseph Beuys. Neben anderen bedeutenden Preisen erhielt Mataré 1958 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Ewald Mataré starb am 29. März 1965 in Büderich bei Düsseldorf. (aus:kunstmarkt.com)

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