275. Auktion "Alte Kunst", 15. Mai 2009
Büste des Heilige Elisäus. Um 1760/70 (?). Polychrom, bzw. silbern gefaßt, Fassung mehrfach übergangen und z.T. verloren. Ergänzung der rechten Hand sowie der Finger und des Daumens der linken Hand. Lindenholz. Höhe: 80 x 66cm.
Literatur:
Schmitt, Otto und Swarzenski, Georg: Meisterwerke der Bildhauerkunst in Frankfurter Privatbesitz, Band II, Bildwerke des 16. bis 18. Jahrhunderts, Frankfurt 1924, Abb. 68-70.
Ausstellung:
Von allen Seiten betrachtet. Vier Heiligenfiguren von Ignatz Günter, Badisches Landesmuseum Karlsruhe 1988, im Katalog S. 7, Abb. 13.
Ergbnis: € 116.000 (Schätzpreis: € 80.000)
275. Auktion "Alte Kunst", 15. Mai 2009
Büste des Heilige Elisäus. Um 1760/70 (?). Polychrom, bzw. silbern gefaßt, Fassung mehrfach übergangen und z.T. verloren. Ergänzung der rechten Hand sowie der Finger und des Daumens der linken Hand. Lindenholz. Höhe: 80 x 66cm.
Literatur:
Schmitt, Otto und Swarzenski, Georg: Meisterwerke der Bildhauerkunst in Frankfurter Privatbesitz, Band II, Bildwerke des 16. bis 18. Jahrhunderts, Frankfurt 1924, Abb. 68-70.
Ausstellung:
Von allen Seiten betrachtet. Vier Heiligenfiguren von Ignatz Günter, Badisches Landesmuseum Karlsruhe 1988, im Katalog S. 7, Abb. 13.
Ergbnis: € 116.000 (Schätzpreis: € 80.000)
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Ignatz Günther
1725 Altmannstein - 1775 München
VAN HAM erzielt herausragende Ergbnisse für Werke der Rokoko-Bildhauerei.
Historie "Ignatz Günther"
Franz Ignaz Günther machte sich im 18. Jahrhundert einen Namen als Bildhauer und steht exemplarisch für den so genannten „bayrischen Rokoko“.
Erste Kenntnisse auf diesem Gebiet erlangte der junge Günther im väterlichen Schreinereibetrieb. Später konnte er seine Fertigkeiten als Schüler u. a. von Johann Baptist Straub ausbauen und als Lehrling auf Wanderschaft mit Stationen in Salzburg und Mannheim verfeinern. Im Jahre 1753 besuchte er die Bildhauerklasse der Kaiserlichen Wiener Akademie und wurde als Absolvent mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Für seine vorwiegend kirchlichen Auftraggeber schuf er sowohl Einzelstücke als auch umfangreichere Ausstattungen religiöser Räumlichkeiten. Hier besticht insbesondere seine Fähigkeit, Gewandfiguren sowohl durch elegante Bewegungen der Stofflichkeiten als auch durch wohlgeformte Gesichtszüge mit andächtigem Anlitz Lebendigkeit und Ausdruck zu verschaffen.
Dabei beschränkte Günther sich nicht ausschließlich auf Holz als Arbeitsmaterial, sondern erkannte ebenfalls die Möglichkeiten anderer Werkstoffe wie z. B. Porzellan. So formte er Mitte des 18. Jahrhunderts eines seiner Meisterwerke, das große Porzellankruzifix.
In Anerkennung der außergewöhnlichen Fähigkeiten Franz Ignaz Günthers ernannte Kurfürst Max III. Joseph ihn 1754 zum „hofbefreiten“, demnach zunftfreien, Bildhauer, was ihm die Gründung einer eigenen Werkstatt ermöglichte.
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