284. Auktion, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
Genießen. Um 1920. Bronze, braun patiniert. 20 x 38,5 x 6,5cm. Signiert auf der Plinthe links: OH(lig.)erzog.
Ergebnis: € 23.750 (Schätzpreis: € 10.000)
284. Auktion, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
Genießen. Um 1920. Bronze, braun patiniert. 20 x 38,5 x 6,5cm. Signiert auf der Plinthe links: OH(lig.)erzog.
Ergebnis: € 23.750 (Schätzpreis: € 10.000)
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Oswald Herzog
1881 Haynau / Schlesien - 1941(?)
VAN HAM erzielt regelmäßig sehr gute preise für moderne Bronzen und Skulpturen.
Biografie von Oswald Herzog
Oswald Herzog kam 1898 nach Berlin. Hier beschäftigt er sich zunächst mit der griechischen Plastik, ehe er sich dem Expressionismus zuwandte. "Die Begegnung mit Herward Walden und seinem 'Sturm'-Kreis lieferte Oswald Herzog entscheidende Impulse. Neben dem vom Naturvorbild gelösten, kubisch abstrakten Werken Archipenkos, die 1914 in der 'Sturm'-Galerie präsentiert wurden, waren es besonders die 1912 dort gezeigten Arbeiten rhythmisch-dynamischen Arbeiten der Futuristen und die dahinter stehende vitalistische Lebensphilosophie des Franzosen Henri Bergson, der Herzog in seinen Bann zog. (.) In seinen Skulpturen der folgenden Jahre, wie 'Genießen' (um 1920) steigerte Oswald Herzog die Abstraktion, indem er die zugrunde gelegte menschliche Figur als natürliche Ausgangsform mehr und mehr auflöste und auf individuelle Charakteristika verzichtete." (Klara Drenker-Nagels, Rhythmus und Dynamik. Oswald Herzog - ein expressionistischer Bildhauer, in: Weltkunst, 72. Jg. März 2002, Nr. 3, S. 397f.). "Das Schönste, was letzterer [Oswald Herzog] geschaffen, ist sein 'Genießen', eine abstrakte, weiblichen Formen annähernde Figur, die ganz sich fühlend, im All sich zu verströmen scheint." (Alfred Kuhn, Die neuere Plastik von Achtzehnhundert bis zur Gegenwart, München 1922, S. 120).
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