VAN HAM Kunstauktionen

295. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 2.12.2010, Lot 246

Männerkopf
1991. Holz, partiell bemalt. Auf Holzsockel (in einem Stück gearbeitet). 
Ca. 250 x 107 x 85cm. 
Ausstellung: Galerie Löhrl, Mönchengladbach, 1991

Ergebnis: € 50.000 (Schätzpreis: € 30.000)

295. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 2.12.2010, Lot 246

Männerkopf
1991. Holz, partiell bemalt. Auf Holzsockel (in einem Stück gearbeitet). 
Ca. 250 x 107 x 85cm. 
Ausstellung: Galerie Löhrl, Mönchengladbach, 1991

Ergebnis: € 50.000 (Schätzpreis: € 30.000)

 

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Bronzen und Skulpturen

 

Weitere Werke von Stefan Balkenhol

Stefan Balkenhol

1957 Fritzlar


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für eine Bronzeplastik von Stefan Balkenhol bei der 295. Auktion im Dezember 2011 einen Spitzenpreis.


Biografie von Stefan Balkenhol

Typisiert und reglos-abwesend wirken die Figuren in Stephan Balkenhols Werk. Selten sind es Porträts individueller Persönlichkeiten sondern vielmehr zeitlose Typen, deren Wesen man zu erkennen glaubt, die sich einem im selben Moment aber durch ihre eigentümliche Neutralität wieder entziehen. Das Fehlen einer charakteristischen Mimik oder die Zuordnung zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht machen sie schwer greifbar und lassen gleichzeitig Raum für Interpretation und Projektion durch den Betrachter. Nie sind sie lebensgroß - ob als Miniaturformat oder Monumentalplastik - Balkenhol versteht es, die Größenverhältnisse in seinen Skulpturen als Mittel der Verfremdung zu gebrauchen. "Stephan Balkenhols phänomenales bildhauerisches Können besteht nicht zuletzt darin, dass er das lebendig/tote Naturmaterial Holz sägend und schneidend nie ganz unterwirft, dass er die menschlichen Gestalten nie glatt und künstlich aus ihrem Material herausschält, sondern seine Figuren in der Nähe der unglücklichen Daphne belässt, deutlich Menschenbild, aber der Dichte des festen Materials nicht entkommend. Die Darstellungsabsicht triumphiert nicht über das Material, dessen sie bedarf. Von hier aus ist auch zu verstehen, warum bei Balkenhol die natürliche Form des Baumstammes oft Mitspieler der skulpturalen Formfindung ist, als Sockel oder als geviertelter Stamm, dessen ursprüngliche Rundung das Betrachterauge unwillkürlich rekonstruiert. Die Erscheinung des Menschen in Holz bleibt bei Balkenhol eine offene Angelegenheit." 
(aus: Ausst.-Kat. Stephan Balkenhol, Matthias Winzen (Hrsg.), Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, 15.07.-17.09.2006, Baden-Baden/Köln 2006, S.32)

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