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289. Auktion "Moderne und Zeitgenössische Kunst", 4. Juni 2010, Los 85
Wilhelm Lehmbruck
Kleine Sinnende. 1911. Gips, mit Schellack überzogen. 54,5 x 15 x 16cm. Signiert auf der Plinthe rechts: LEHMBRUCK. 
Provenienz: Sammlung Kurt Steinitz-Eulzer, München | Privatbesitz, Frankreich

Ergebnis: € 123.500 (Schätzpreis: € 100.000)

289. Auktion "Moderne und Zeitgenössische Kunst", 4. Juni 2010, Los 85
Wilhelm Lehmbruck
Kleine Sinnende. 1911. Gips, mit Schellack überzogen. 54,5 x 15 x 16cm. Signiert auf der Plinthe rechts: LEHMBRUCK. 
Provenienz: Sammlung Kurt Steinitz-Eulzer, München | Privatbesitz, Frankreich

Ergebnis: € 123.500 (Schätzpreis: € 100.000)

 

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Wilhelm Lehmbruck

1881 Duisburg - 1919 Berlin


VAN HAM erzielte 2010 einen internationalen Auktionsrekord für diese Figur von Wilhelm Lehmbruck.


Biografie von Wilhelm Lehmbruck

Frau Dr. Berger, der die vorliegende "Kleine Sinnende" als Leihgabe bekannt ist, und die einen Erwerbungsvorschlag für diese Figur machte, bevor dem Museum eine andere Skulptur von Wilhelm Lehmbruck geschenkt wurde, schreibt über sie: "Unter den Exemplaren von Lehmbrucks 'Kleiner Sinnender' steht der vorliegende Gipsguss durch seine Größe von 54,5 cm sowie die Art und Position der Signatur einigen der wenigen Beispiele die Dietrich Schubert im Lehmbruck-Werkverzeichnis zu Lebzeiten nachweisen kann, nahe. Die große Zahl der späteren Beispiele ist kleiner und am rechten Plinthenrand W. LEHMBRUCK signiert." (Erwerbungsvorschlag für das Georg-Kolbe-Museum, Berlin, 2005). Aber nicht nur durch die Besonderheit dieses Exemplars zeichnet sich die "Kleine Sinnende" aus. Die Figur der "Sinnenden" ist eines der schönsten wiederkehrenden Bilder im Werk von Wilhelm Lehmbruck. Die zarte Kopfhaltung der jungen Frau, die Lagerung des Gewichts und die Umhüllung des Tuches sind klar durch die klassischen Vorbilder der griechischen Antike inspiriert. Dr. Ursel Berger nennt in diesem Kontext das um die Beine gebundene Tuch sogar "Die auffallendste Besonderheit der Stehenden weiblichen Figur". Wichtig ist dieses, da es als den nackten Körper teilweise verhüllende Draperie ein Element aus der Antike darstellt, das später auch in Renaissance, Barock und Klassizismus wieder aufgegriffen wurde. Wie auch Rodin und andere Zeitgenossen besann sich daher Wilhelm Lehmbruck auf die eine Art der Darstellung, die die großen Epochen der Bildhauerei mit der Moderne verband. 

Literatur: 
Dietrich Schubert, Wilhelm Lehmbruck. Catalogue raisonnée der Skulpturen 1898 - 1919, Worms 2001, Wvz.-Nr. 55 C.b.6, o. Abb

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