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Siegburger Schnelle
Siegburg

Siegburger Schnelle

Siegburger Schnelle

Siegburg. Datiert 1573. Hellgrau. H.36cm. Zustand B. Zinndeckel aus neuerer Zeit. Monogrammist L.W.

209. Auktion „Alte Kunst“ am 22. bis 23. November 2001, Los 397.

Ergebnis: € 12.000

VAN HAM Kunstauktionen erzielt regelmäßig herausragende Ergebnisse für Siegburger Steinzeug.


Historie "Siegburger Schnelle"

Als Steinzeug bezeichnet man Keramikware, die bei Temperaturen von 1200 - 1400 °C gebrannt und dabei durch Verglasung steinhart und ohne zusätzliche Glasur bereits wasserundurchlässig geworden ist. Da nur wenige Tonarten eine derart hohe Brenntemperatur überstehen, gab es vom Mittelalter bis zum Anfang unseres Jahrhunderts nur wenige Orte, an denen Steinzeug hergestellt werden konnte.
Siegburg ist eines der ältesten und produktionsreichsten Töpferzentren und war im 16. Jahrhundert bis nach England und Skandinavien bekannt. Charakteristische Formen für Siegburger Steinzeug sind Trichterhalskrüge und -becher, Jacobakannen, Pullen und Schnellen. Neben der einfachen braunen, getauchten Ware für den Alltagsgebrauch besteht die gesamte prunkvoll ausgestattete Siegburger Ware des 16. Jahrhunderts aus einem eisenoxydarmen, weißbrennenden Ton, der durch Ascheanflug hier und da etwas gelblich erscheint. Die Feinkörnigkeit des Tones erlaubte es, die Reliefauflagen besonders fein und zart zu gestalten.
So war die Beschaffenheit des Tones die Voraussetzung für die stilistische Entwicklung. Der Einfluss des nahen Köln auf das Siegburger Steinzeug ist zwar nicht zu leugnen, allerdings hat sich die dort für Köln, Frechen und später Raeren und Westerwald charakteristische Salzglasur in Siegburg nie durchgesetzt.

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