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Schneider Vase 'Poissons'
Verreries Schneider

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Jugendstil / Art Déco

 

Schneider Vase 'Poissons'

Schneider Vase 'Poissons'

Verreries Schneider, 1927-29. Zylindrischer Korpus. Blasenglas mit hellblauer Pulvereinschmelzung im unteren Bereich. Glänzende Aufschmelzung in Rotorange, nach unten in Grün übergehend. Geätztes Dekor mit Fischschwarm durch Algen schwimmend. H.22,5cm. Zustand B/C. Unten auf Wandung bezeichnet 'Le Verre Français' in Nadelätzung. 1927-29.

264. Auktion "Europäisches Kunstgewerbe und Schmuck" am 15. und 17. Mai 2008, Los 119.

Ergebnis: € 15.000

VAN HAM Kunstauktionen erzielt regelmäßig herausragende Ergebnisse für Sammlungen.


Historie "Schneider Vase 'Poissons'"

Als besonderes Glanzlicht der Frühjahrssaison 2008 präsentierte VAN HAM Kunstauktionen die Sammlung Laurenzen, eine Kölner Privatsammlung mit 125 Art Déco Glasarbeiten der Manufaktur Schneider. Nie zuvor wurde eine solch umfassende Sammlung auf dem Markt angeboten. Es handelte sich um die wohl größte Sammlung der Linie „Verre Français“ in Deutschland. Sie beinhaltete große und bedeutende Stücke von musealer Qualität.

Johann Heinrich Laurenzen ist der Gründer der weltberühmten Sommerakademie des Tanzes und widmete über 40 Jahre seines Lebens dem Aufbau dieser Sammlung, die erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde.  

Die Manufaktur Schneider in Epinay-sur-Seine war auf ihrem Höhepunkt eine der bedeutendsten Glasmanufakturen des Art Déco. Die Objekte zeichnen sich durch ihre besondere Farbwirkung und stilisierten Dekore aus, welche die Brüder Ernest und Charles Schneider weltberühmt machte. Die künstlerischen Wurzeln von Charles Schneider lagen als wichtigem Dekor-Designer für die Manufaktur Daum/Nancy zwar ursprünglich in der Motiv- und Formenwelt des Jugendstils, er entwickelte davon ausgehend aber eine ganz neue Dekorform. Charles Schneiders Wagemut zur Verwendung ungewöhnlicher Farben und Farbkombinationen, seine Simplifizierung der Dekore – manchmal bis hin zur Abstraktion – und der außergewöhnliche Formenreichtum faszinierten in den Zwanziger Jahren weltweit große Teile der kunstinteressierten reichen Bürgerschicht. Von Charles Schneiders beiden Linien – die eine mit „Schneider“, die andere mit „Le Verre Français“ signiert - interessierte Heinz Laurenzen ausschließlich die Letztere. Er suchte für seine Schneider-Sammlung besonders Stücke mit Motiven in der Farbe Rot, liebte den Kontrast zwischen rotem Dekorüberfang und gelbem Untergrund wie bei den „Pavots“ (Mohnblumen). Er kaufte gerne Stücke desselben Dekors in verschiedenen Formen, z. B. die „Houblons“ (Hopfen), denn er war immer wieder von der immensen Formenvielfalt und davon fasziniert, wie sehr sich Charles Schneider bei seinen Entwürfen damit beschäftigte, jeweils passende Formen für ein Motiv zu finden. Ganz besonders aber interessierte ihn die Jagd nach seltenen unbekannten, nie zuvor gesehenen  Dekoren der Glasmanufaktur Schneider, die kein anderer Sammler besaß – einige höchst seltene Exemplare konnte er erwerben, z. B. die „Clematites“ (Klematis) in blau oder die „Anémones de mer“ (Seerose).  

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