VAN HAM Kunstauktionen

224. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 24. Mai 2003, Lot 493 "Blumenstillleben". Um 1922. Öl auf Hartfaserplatte. 28x19cm. Signiert und datiert unten rechts: Anton Räderscheidt.
Ergebnis: € 20.000 (Schätzpreis: € 18.000)

224. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 24. Mai 2003, Lot 493 "Blumenstillleben". Um 1922. Öl auf Hartfaserplatte. 28x19cm. Signiert und datiert unten rechts: Anton Räderscheidt.
Ergebnis: € 20.000 (Schätzpreis: € 18.000)

 

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Anton Räderscheidt

Köln 1892 - 1970


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für ein Gemälde von Anton Räderscheidt bei der 224. Auktion im Mai 2003 einen Spitzenpreis.


Biografie von Anton Räderscheidt

Anton Räderscheidt studierte ab 1910 zunächst an der Kunstgewerbeschule in Köln (den späteren Kölner Werkschulen), anschließend an der Kunstakademie in Düsseldorf. In Köln eröffnete er 1913 sein erstes Atelier in der Richard-Wagner-Straße. Zwischen 1915 und 1917 musste er sein Studium vorläufig beenden, da er seinen Wehrdienst ableisten musste. In Verdun wurde er hierbei schwer verwundet. Nach dem Wehrdienst machte er sein Examen als Kunsterzieher und war anschließend beim Realgymnasium in Köln-Mülheim tätig. Im Jahre 1918 heiratete Räderscheidt die Künstlerin Marta Hegemann. Kurz darauf lernte er die Künstler Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle, Hans Arp und Wilhelm Fick kennen, mit denen er die Gruppe "Stupid" gründete. Mit den Mitgliedern der Gruppe veranstaltete Anton Räderscheidt in seinem Atelier am Hildeboldplatz Nr. 9 Ausstellungen. Mit Aufkommen der Nationalsozialisten wurden Räderscheidts Bilder als "entartet" deklariert. Er flüchtete mit seiner neuen Lebensgefährtin nach Paris ins Exil und ließ seine Frau und die gemeinsamen zwei Kinder zurück in Köln. Im Exil lebte Anton Räderscheidt ständig unter der Furcht, dass die Nationalsozialisten auch in Frankreich die Macht übernehmen könnten. So floh er 1942 mit seiner neuen Familie in die Schweiz. Sein Atelier in Paris wurde geplündert und wiederum verschwanden viele Bilder. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Anton Räderscheidt nach Köln zurück.

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