248. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 31. Mai 2006, Lot 422 Selbstbildnis. Um 1918/1919. Öl auf Leinwand. 46 x 34,5cm. Signiert unten rechts: C. Mense.
Ergebnis: € 13.500 (Schätzpreis: € 2.200)
248. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 31. Mai 2006, Lot 422 Selbstbildnis. Um 1918/1919. Öl auf Leinwand. 46 x 34,5cm. Signiert unten rechts: C. Mense.
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Carlo Mense
1886 Rheine/Westfalen - 1965 Königswinter
VAN HAM Kunstauktionen erzielte für ein Selbstporträt von Carlo Mense bei der 248. Auktion im Mai 2007 ein Spitzenergebnis.
Biografie von Carlo Mense
Carlo Mense wird am 13. Mai 1886 im westfälischen Rheine geboren. Zunächst beginnt er eine kaufmännische Lehre, die er abbricht, um sich der Malerei zu widmen. Folglich schreibt sich Mense 1906 an der Düsseldorfer Akademie ein und wird Schüler des Historienmalers Peter Janssen. Er reist nach Italien, Ascona, wo er mit lebensreformerischen Bewegungen in Kontakt kommt, die ihn nachhaltig beeinflussen. Nach Janssens Tod 1908 führt Carlo Mense auf Anraten August Mackes bei Lovis Corinth in Berlin sein Studium fort.
Doch bereits nach dem Wintersemester verlässt Mense die Stadt wieder, um seine Studien in Weimar und München fortzusetzen. Er tritt 1911 der gerade neu gegründeten "Coelner Sezession" und dem "Gereonsclub" bei. Schon im Jahr 1912 sind Carlo Menses Werke bei der bedeutenden Sonderbund-Ausstellung in Köln ausgestellt und 1913 ist er bei der von August Macke initiierten Schau "Die Rheinischen Expressionisten" in Bonn vertreten. Anschließend entwickelt sich der Kontakt zu Herwarth Walden, für dessen Zeitschriften "Die Aktion" und "Der Sturm" Mense grafische Werke einbringt.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird auch Mense eingezogen; erst nach Kriegsende kehrt er ins Rheinland zurück. Der Künstler zählt nun zu den führenden Persönlichkeiten der "Gesellschaft für Kunst", die die Zeitschrift "Der Strom" gründet.
Im Jahr 1918/1919 tritt Mense zudem den Vereinigungen "Das Junge Rheinland" und der "Novembergruppe" bei. Der Künstler Mense erhält 1925 eine Professur an der staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau. 1932 wird die Akademie geschlossen und Carlo Mense verliert seine Professur. Mense erhält den Rom-Preis, der ihm ein Stipendium bis zum Sommer 1934 verschafft. Im Zuge der Beschlagnahmung von "entarteter Kunst" werden 34 Gemälde des Künstlers Carlo Mense von den Nationalsozialisten aus öffentlichen Sammlungen entfernt und eingezogen. Nach der Teilnahme am Zweiten Weltkrieg bis zum Anfang des Jahres 1944 lässt sich Mense in Bad Honnef nieder, nachdem die Bombenangriffe sein Atelier zerstört haben.
In den folgenden Jahren lebt der Künstler zurückgezogen, erst 1956, anlässlich seines 70. Geburtstages findet erneut eine Einzelausstellung in Königswinter statt. (Biografie bei www.carlo-mense.de)
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