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284. Auktion, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
"Bauernhaus bei Regen". 1914. Öl auf Malkarton. 33 x 41cm. Signiert und betitelt verso: Münter. Bauernhaus bei Regen. 
Verso Aufkleber Galerie Gunzenhauser, Graphisches Kabinett
Ergebnis: € 202.000 (Schätzpreis: € 80.000)

284. Auktion, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
"Bauernhaus bei Regen". 1914. Öl auf Malkarton. 33 x 41cm. Signiert und betitelt verso: Münter. Bauernhaus bei Regen. 
Verso Aufkleber Galerie Gunzenhauser, Graphisches Kabinett
Ergebnis: € 202.000 (Schätzpreis: € 80.000)

 

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Gabriele Münter

1877 Berlin - 1962 Murnau


VAN HAM erzielte im Jubiläumsjahr 2009 einen herausragenden Preis für das Gemälde "Bauernhaus im Regen" von Gabriele Münter, das sie 1914 in Murnau schuf.


Biografie von Gabriele Münter

Das Jahr 1914 ist für Gabriele Münter von Umbrüchen geprägt. Bis zum Sommer lebte sie wie in den Jahren zuvor mit Kandisky in Murnau wo sie Künstlerfreunde empfingen, Wanderungen unternahmen und malten. Im Juli jedoch machten sie sich überstürzt zur Flucht in die Schweiz auf, von wo aus Kandinsky Ende des Jahres als "feindlicher Ausländer" nach Russland aufbrechen musste, Gabriele Münter im darauffolgenden Jahr nach Skandinavien zog. Das "Bauernhaus im Regen" entstand zum Abschluss der produktiven, bahnbrechenden Murnauer Epoche. Über diese Zeit schrieb Gabriele Münter später: "Immer mehr erfaßte ich die Klarheit und Einfachheit dieser Welt. Besonders bei Föhn standen die Berge als kräftiger Abschluss im Bilde, schwarzblau. Dies war die Farbe, die ich am meisten liebte". Das Licht des Alpenvolands trug zur Befreiung ihres Sehens bei und half Gabriele Münter zur Befreiuung ihres Malstils zu den Bildern die sie neben Paula Modersohn-Becker zur wichtigsten expressionistischen Künstlerin werden ließen. Zum Ende der 1930er bis zum Anfang der 1940er Jahre malte Gabriele Münter in erster Linie Blumenbilder. Diese Stillleben bezeichnen eine Zeit in der sie wieder in Murnau lebte, jedoch nach vielerlei Erfahrungen und Reisen die sie stark prägen mussten. Ein Ausstellungsverbot durch die Nationalsozialisten zwang sie 1937 zum Rückzug ins Privatleben. In der Abgeschiedenheit Murnaus fand sie nun zu ihren Anfängen zurück, konnte sich ihrem Sujet widmen und die für sie so wichtige Komposition pflegen.

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