295. Auktion, "Moderne und Zeitgenössische Kunst", 2.12.2010, Los 75
Fabrikarbeiterin
Um 1925. Mischtechnik (Öl, Kohle, Farbstift) auf Velin. Auf Holz aufgezogen. 40 x 36cm. Monogrammiert rechts oben: h. Verso auf dem Holz bezeichnet: Fabrikarbeiterin, Oel 1926. Darüber Adress-Stempel des Künstlers.
Ausstellungen: Richmod Galerie, Köln 1926, o.P., Kat.-Abb. (hier datiert 1926)
Literatur: Dirk Backes: Heinrich Hoerle, Leben und Werk , 1895-1936, Köln/Bonn 1991, Werkverzeichnis Teil I, Ölgemälde, Nr. 24. - Hier ist der Verbleib mit "verschollen" angegeben.
Hans Schmitt-Rost: Heinrich Hoerle - Monographie zur Rheinisch-Westfälischen Kunst der Gegenwart, Bd. 29, Recklinghausen 1965, S. 41Das elegante Köln. Halbmonatsschrift für Mode, Kunst, Kultur. Jg. 1928, H.1, S. 4 Abb.
Ergebnis: € 211.000 (Schätzpreis: € 55.000)
295. Auktion, "Moderne und Zeitgenössische Kunst", 2.12.2010, Los 75
Fabrikarbeiterin
Um 1925. Mischtechnik (Öl, Kohle, Farbstift) auf Velin. Auf Holz aufgezogen. 40 x 36cm. Monogrammiert rechts oben: h. Verso auf dem Holz bezeichnet: Fabrikarbeiterin, Oel 1926. Darüber Adress-Stempel des Künstlers.
Ausstellungen: Richmod Galerie, Köln 1926, o.P., Kat.-Abb. (hier datiert 1926)
Literatur: Dirk Backes: Heinrich Hoerle, Leben und Werk , 1895-1936, Köln/Bonn 1991, Werkverzeichnis Teil I, Ölgemälde, Nr. 24. - Hier ist der Verbleib mit "verschollen" angegeben.
Hans Schmitt-Rost: Heinrich Hoerle - Monographie zur Rheinisch-Westfälischen Kunst der Gegenwart, Bd. 29, Recklinghausen 1965, S. 41Das elegante Köln. Halbmonatsschrift für Mode, Kunst, Kultur. Jg. 1928, H.1, S. 4 Abb.
Ergebnis: € 211.000 (Schätzpreis: € 55.000)
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Heinrich Hoerle
Köln 1895 - 1936
VAN HAM erzielte 2010 für das Gemälde "Die Fabrikarbeiterin" von Heinrich Hoerle einen internationalen Auktionsrekord für diesen Künstler.
Biografie von Heinrich Hoerle
Heinrich Hoerle war ein deutscher Maler und Graphiker, * 1.9.1895 Köln, † 3.7.1936 Köln. Er studierte an der Kunstgewerbeschule Köln. Schon früh politisch links orientiert, arbeitete er bereits vor 1917 für F. Pfemferts Zeitschrift "Die Aktion", bestärkt durch Weltkrieg und Revolution. 1919/20 mit den befreundeten F. W. Seiwert und O. Freundlich kurze Zeit im Kreis der Kölner Dadaisten, Zusammenarbeit an der Zeitschrift "Ventilator" und für den Katalog "Bulletin D", bildet aber mit Seiwert, Raederscheidt u.a. den schärfer politisch profilierten Kreis der Gruppe "Stupid", aus der um 1923 die "Gruppe progressiver Künstler" hervorging.
1929 gründete er mit Seiwert die Zeitschrift "a bis z"; seit 1933 als "entartet" verfemt. Die Kriegserfahrungen sind zusammengefaßt in den 12 Lithographien der "Krüppelmappe" (1920), einem frühen Hauptwerk des deutschen sozialkritischen Verismus (Gemälde der Zeit wie "Fabrikarbeiterin" sind verschollen). Wenig später als Grosz nahm Heinrich Hoerle den "Manichino" – Typ der ital. "pittura metafisica" – für die krit. Darstellung proletar. Situationen auf: Fabrikarbeiter zu Robotern degradiert (Fabrikarbeiter, 1922; Maschinenmänner, 1930, München, Gall. del Levante). Neben betont konstruktivistisch geprägten, politisch gerichteten Bildzeichen, die in mehreren Werkgruppen entstanden, teils sozialkritisch, teils als Vision des Neuen (Arbeiter, 1931, Hamburg, Slg. Popp), entweder mehr zur flächigen, oder mehr zur plastisch wirkenden Bildstruktur geführt (Selbstbildnis als "Hl. Sebastian", 1932/33), spielt auch die Beschäftigung mit surrealist. Poetik eine Rolle. Sie führt zu beunruhigenden Bildern (Masken, 1929, Köln, Wallraf-Richartz-Mus.), die den heraufkommenden Faschismus warnend vorführen.
In Kooperation mit dem Seemann Verlag
Aus: Lexikon der Kunst: Hoerle. Lexikon der Kunst, Bd. 3, (c) E. A. Seemann
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