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311. Auktion "Moderne Kunst", 6. Juni 2012, Lot 316.
Johannes Molzahn
Musik. 1916. Öl auf Leinwand. 100,5 x 80,5cm. Signiert in der Darstellung rechts Mitte: Molzan. Verso von fremder Hand betitelt und bezeichnet. Modellrahmen. Auf der Rückseite befindet sich der Ausschnitt eines vormals größeren Gemäldes. Die Leinwand ist zwischen 1962 und 1965 auf einen neuen Keilrahmen aufgezogen und auf eine neue Leinwand aufgelegt worden, nicht doubliert. Die innere Rahmung mit Aluminiumleiste ist von Molzahn selbst. Provenienz:
Galerie Der Sturm, Berlin (Aufkleber)
Nachlass des KünstlersJohannes-Molzahn-Centrum für Dokumentation und Publication®, Kassel (Aufkleber)

Ausstellungen:
Galerie Der Sturm, Berlin
Städtisches Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe, Darmstadt 1920, Kat.-Nr. 454
Katholische Akademie in Bayern, Kardinal-Wendel-Haus, München 1972, Nr. 1
Galerie Nächst St. Stephan, Wien 1973
Neue Galerie, Landesmuseum Joanneum, Graz 1973, Nr. 1
Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1988, Kat.-Nr. 4, Abb.
Stadtgalerie im Sophienhof, Kiel 1992, Nr. 161, Abb. S.3

Literatur:
Gries, Christian: Johannes Molzahn (1982-1965) und der 'Kampf um die Kunst' im Deutschland der Weimarer Republik (mit einem Werkverzeichnis der Gemälde), Diss. der Universität Augsburg 1996, S. 75, Wvz.-Nr. 21A, Abb.
Ausst.-Kat. Das malerische Werk von Johannes Molzahn, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1988, Kat.-Nr. 4, S. 15, 133, Abb. S. 40
Schade, Herbert: Johannes Molzahn - Einführung in das Werk und die Kunsttheorie des Malers, München 1972, S. 22, 25, 117, Abb. Tafel 5

Ergebnis: € 146.000 (Schätzpreis: € 80.000)

311. Auktion "Moderne Kunst", 6. Juni 2012, Lot 316.
Johannes Molzahn
Musik. 1916. Öl auf Leinwand. 100,5 x 80,5cm. Signiert in der Darstellung rechts Mitte: Molzan. Verso von fremder Hand betitelt und bezeichnet. Modellrahmen. Auf der Rückseite befindet sich der Ausschnitt eines vormals größeren Gemäldes. Die Leinwand ist zwischen 1962 und 1965 auf einen neuen Keilrahmen aufgezogen und auf eine neue Leinwand aufgelegt worden, nicht doubliert. Die innere Rahmung mit Aluminiumleiste ist von Molzahn selbst. Provenienz:
Galerie Der Sturm, Berlin (Aufkleber)
Nachlass des KünstlersJohannes-Molzahn-Centrum für Dokumentation und Publication®, Kassel (Aufkleber)

Ausstellungen:
Galerie Der Sturm, Berlin
Städtisches Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe, Darmstadt 1920, Kat.-Nr. 454
Katholische Akademie in Bayern, Kardinal-Wendel-Haus, München 1972, Nr. 1
Galerie Nächst St. Stephan, Wien 1973
Neue Galerie, Landesmuseum Joanneum, Graz 1973, Nr. 1
Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1988, Kat.-Nr. 4, Abb.
Stadtgalerie im Sophienhof, Kiel 1992, Nr. 161, Abb. S.3

Literatur:
Gries, Christian: Johannes Molzahn (1982-1965) und der 'Kampf um die Kunst' im Deutschland der Weimarer Republik (mit einem Werkverzeichnis der Gemälde), Diss. der Universität Augsburg 1996, S. 75, Wvz.-Nr. 21A, Abb.
Ausst.-Kat. Das malerische Werk von Johannes Molzahn, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1988, Kat.-Nr. 4, S. 15, 133, Abb. S. 40
Schade, Herbert: Johannes Molzahn - Einführung in das Werk und die Kunsttheorie des Malers, München 1972, S. 22, 25, 117, Abb. Tafel 5

Ergebnis: € 146.000 (Schätzpreis: € 80.000)

 

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Moderne Kunst

 

Johannes Molzahn

1892 Duisburg - 1965 München


VAN HAM erzielte mit diesem Ergebnis den internationalen Auktionsrekord für ein Frühwerk des Künstlers Johannes Molzahn.


Historie "Johannes Molzahn"

Ganz zu Unrecht ist das Œuvre Johannes Molzahns - Maler, Graphiker, Lehrer und Kunsttheoretiker - heute nicht mehr all zu bekannt, denn seine eindrucksvollen Arbeiten stehen exemplarisch für den Übergang der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts zur Moderne. Zudem findet er durch seine Auffassung von Kunst als Symbolsprache eine ganz eigene Position unter den progressiven Künstlern seiner Zeit.

Von 1904 bis 1907 besucht Johannes Molzahn den Zeichenunterricht der Großherzoglichen Akademie. Nach seiner anschließenden Lehre zum Photographen, verbringt er seine Wanderjahre seit 1909 bis zum Kriegsausbruch überwiegend in der Schweiz. Er macht Bekanntschaft mit Künstlern wie Oskar Schlemmer und Johannes Itten. Neben diesen Künstlern beeinflusst auch der "Blaue Reiter" das Schaffen Molzahns, der sich nun entscheidet, sich ausschließlich der Malerei zu widmen. Während des ersten Weltkrieges geht er nach Berlin und dort trifft u.a. auf Walter Gropius, Theo van Doesburg sowie El Lissitzky. Nach dem Krieg ist Molzahn als Werbegraphiker tätig - durch Vermittlung des expressionistischen Architekten Bruno Taut tritt er 1923 die Lehrerstelle für Werbegraphik an der Kunstgewerbeschule Magdeburg an. Er folgt 1928 dem Ruf nach Breslau und nimmt ab der zweiten Hälfte der 20er Jahre an zahlreichen Ausstellung, u.a. im New York, teil. Molzahn kann sich etablieren und übt großen Einfluss auf die junge Künstlergeneration aus. 1932 muss er die Breslauer Akademie schließen und bekommt im folgenden Jahr von den Nationalsozialisten ein Malverbot auferlegt. Acht seiner Werke werden 1937 in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. Daraufhin wandert er in die USA aus und unterrichtet dort an verschiedenen Kunstschulen. Erst 1959 kehrt er nach Deutschland zurück und lässt sich in München nieder.

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