Lyonel Feininger

(1871 New York - 1956 New York)

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Geheimnisvolle Inseln von Lyonel Feininger

Geheimnisvolle Inseln

1933. Aquarell und Tuschfeder auf dünnem Velin. 23 x 30,5cm. Signiert und betitelt unterhalb der Darstellung links: Feininger: geheimnisvolle Inseln. Datiert unterhalb der Darstellung rechts: 6 8 33. Nachlassstempel des Künstlers verso unten links: Feininger Estate. Sammlerzeichen(?) unten links. Rahmen. Im Rahmen beschrieben.

Gutachten: Zu diesem Blatt liegt eine Echtheitsbestätigung von Achim Moeller, The Lyonel Feininger Project LLC, New York, vom 20. Juni 2010, vor. Es wird in das Lyonel-Feininger-Archiv der Gemälde und Aquarelle unter der Nr. 341-06-10-10 aufgenommen.

Provenienz: Nachlass Lyonel Feininger Nachlass Julia Feininger

300. Auktion "Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst" am 31. Mai 2011, Los 395.

Ergebnis: € 37.014

VAN HAM erzielte im Mai 2011 ein sehr gutes Ergebnis für ein Aquarell von Lyonel Feininger.

Biografie von Lyonel Feininger

Deutsch-amerikanischer Maler, Meister des Bauhauses Dessau, Vertreter eines expressiven Kubismus. Der ausgebildete Geiger studierte 1887-91 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Berliner Akademie, war in Berlin tätig als Karikaturzeichner für den "Ulk" und die "Fliegenden Blätter". 1892-93 in Paris an der Akademie Colarossi; hatte 1906/07 ebenda Kontakt mit den Kubisten. 1911 lernte er Delaunay kennen. 1913 stellte er gemeinsam mit den "Blauen Reitern" im Berliner Herbstsalon aus. 1919-33 lehrte er am Bauhaus, seit 1936 in New York tätig. Feininger begann mit Karikaturen in einer skurrilen, fabulierenden Art; später vom Kubismus und nachhaltig von Delaunay beeinflusst. Um 1919 hatte er zu seiner eigenen charakteristischen Bildform gefunden: die sichtbaren Formen in prismatisch gegliederte Gebilde umzusetzen; irreale Farben, wodurch seine Naturausschnitte, meist ragende Architekturen alter Städte und Segelschiffe, einen traumhaft visionären Charakter annehmen. Seine Entwicklung und Eigenart wurde oft mit der des J. Villon verglichen. Feininger ist gut vertreten in Köln, Wallraf-Richartz-Museum; New York, Museum of Modern Art u. v. a. Kompositorische Tätigkeit, u. a. 1921-28 13 Fugen.

Darmstaedter, Robert; von Hase-Schmundt, Ulrike: Künstlerlexikon. Hamburg 2013: Nikol Verlag.