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Lyonel Feininger
Nachglühen II

Lyonel Feininger

1871 New York - 1956 New York


Nachglühen II

1948. Öl auf Leinwand. Doubliert. 43,5 x 61cm. Signiert unten links: Feininger. Signiert, datiert und betitelt auf dem Keilrahmen oben: Lyonel Feininger May 8. 1948 Afterglow II. Rahmen.

337. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“ am 28. Mai 2014, Los 30.

Ergebnis: € 396.800

Diese schemenhafte Szene von 1948 überstieg die Erwartungen in der 337. Auktion bei VAN HAM um mehr als das Dreifache.

 

 

 


Biografie von Lyonel Feininger

Deutsch-amerikanischer Maler, Meister des Bauhauses Dessau, Vertreter eines expressiven Kubismus. Der ausgebildete Geiger studierte 1887-91 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Berliner Akademie, war in Berlin tätig als Karikaturzeichner für den "Ulk" und die "Fliegenden Blätter". 1892-93 in Paris an der Akademie Colarossi; hatte 1906/07 ebenda Kontakt mit den Kubisten. 1911 lernte er Delaunay kennen. 1913 stellte er gemeinsam mit den "Blauen Reitern" im Berliner Herbstsalon aus. 1919-33 lehrte er am Bauhaus, seit 1936 in New York tätig. Feininger begann mit Karikaturen in einer skurrilen, fabulierenden Art; später vom Kubismus und nachhaltig von Delaunay beeinflusst. Um 1919 hatte er zu seiner eigenen charakteristischen Bildform gefunden: die sichtbaren Formen in prismatisch gegliederte Gebilde umzusetzen; irreale Farben, wodurch seine Naturausschnitte, meist ragende Architekturen alter Städte und Segelschiffe, einen traumhaft visionären Charakter annehmen. Seine Entwicklung und Eigenart wurde oft mit der des J. Villon verglichen. Feininger ist gut vertreten in Köln, Wallraf-Richartz-Museum; New York, Museum of Modern Art u. v. a. Kompositorische Tätigkeit, u. a. 1921-28 13 Fugen.

Darmstaedter, Robert; von Hase-Schmundt, Ulrike: Künstlerlexikon. Hamburg 2013: Nikol Verlag.

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