174. Auktion, 22. und 24. Oktober 1997, Los 1446
„Im Hafen von Jaffa“ Sign., dat.u.bez.u.I.: G. Bauernfeind Munich. 1888. Jaffa Palästina. Öl/Lwd. 148x281 cm.
Ergebnis: € 968.000 (Schätzpreis: € 256.000)
Provenienz: Kölner Privatsammlung.
Publiziert in:
1. Kunst für Alle, 4. Jhrg. 1889, S. 228f.
2. A.Carmel/ H.Schmid: der Orientmaler Gustav Bauernfeind. Stuttgart 1990, Tafel 84/136.
3. Petra S. Kühner: Gustav Bauernfeind – Gemälde und Aquarelle; Frankfurt 1995; WVZ-Nr.: 25.
174. Auktion, 22. und 24. Oktober 1997, Los 1446
„Im Hafen von Jaffa“ Sign., dat.u.bez.u.I.: G. Bauernfeind Munich. 1888. Jaffa Palästina. Öl/Lwd. 148x281 cm.
Ergebnis: € 968.000 (Schätzpreis: € 256.000)
Provenienz: Kölner Privatsammlung.
Publiziert in:
1. Kunst für Alle, 4. Jhrg. 1889, S. 228f.
2. A.Carmel/ H.Schmid: der Orientmaler Gustav Bauernfeind. Stuttgart 1990, Tafel 84/136.
3. Petra S. Kühner: Gustav Bauernfeind – Gemälde und Aquarelle; Frankfurt 1995; WVZ-Nr.: 25.
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Gustav Bauernfeind
1848 Sulz/Neckar - 1904 Jerusalem
Bei diesem Werk handelt es sich um eines der Objekte, die den Weg zum Erfolg VAN HAM`s ebneten: Das Gemäldes „Im Hafen von Jaffa“ des Genre-Malers Gustav Bauernfeind brach im Jahr 1997 mit einem Ergebnis von 1,51 Mio. DM nicht nur den Rekord für ein Gemälde des 19. Jahrhunderts in Deutschland, sondern überhaupt für Werke dieses Künstlers weltweit. Heute ist das Gemälde der Öffentlichkeit im Dahesh Museum in New York zugänglich.
Biografie von Gustav Bauernfeind
Der Forschung bekannt war bisher nur eine Fotografie des Werkes aus dem Nachlass G. Bauernfeinds. Maße, Signatur, Entstehungsort und -zeit blieben unbekannt. Das Gemälde galt als verschollen. Eine ungefähre zeitliche Einordnung wurde möglich als man eine Studie aus dem Jahre 1885 fand. Die allerdings schildert nur die rechte Hälfte des Bildes, eine Beobachtung im Hafen von Jaffa: die Rekrutierung junger Männer zur türkischen Landwehr. Die Forschung hat das Werk unter dem Titel: "Einziehung zur türkischen Landwehr" in das Werkverzeichnis aufgenommen.
Erstmals publiziert wurde es 1889 in der Zeitschrift "Kunst für Alle". Somit war klar, dass das Gemälde zwischen 1885 und 1889 entstanden sein musste. Vor allem die zahlreichen Briefe aus dem Nachlass von Gustav Bauernfeind ermöglichten eine vergleichsweise dichte Beschreibung seiner Lebensstationen und seines Oeuvres – allein das Jahr 1888 blieb ungeklärt. Bekannt war nur, dass sich Gustav Bauernfeind in München aufhielt. Woran er in diesem Jahr arbeitete und in welchem Umfang blieb der Forschung verborgen. Heute wissen wir, dass Gustav Bauernfeind im Jahre 1888 sein Hauptwerk geschaffen hat: „Im Hafen von Jaffa“ – das größte und mit über 120 Figuren wohl auch das eindrucksvollste Gemälde, das der Öffentlichkeit bisher bekannt wurde.
Das Gemälde wurde der Autorin des Werkverzeichnisses, Frau Dr. Petra S. Versteegh-Kühner vorgestellt (s. Beitrag in Weltkunst 1.10.97, Beilage „Intern“ Carola van Ham).
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