VAN HAM Kunstauktionen

282. Auktion, "Alte Kunst", 15. November 2009
Ausritt des Leibhusarenregiments zur Hohen Truppenbesichtigung Alexander II.. Signiert unten links: kyrillisch. Öl auf Leinwand. Doubliert. 124 x 194cm. Rahmen (vermutlich aus der Zeit).
Provenienz: Privatsammlung Baden-Württemberg.
Nach den Angaben des Einlieferes wurde das Gemälde etwa um 1931 ein Geschenk der UdSSR an den Hofminister des persischen Shah Reza Pahlewi - Teimurtash, der Absolvent des Kadettenkorps in St. Petersburg war, möglicherweise im Rahmen der Bemühungen der Sowjetischen Regierung um Konzessionen für den Fischfang im Kaspischen Meer.
Das Bild wurde nach dem Tod Teimurtashs 1933 von seiner Witwe veräußert und Anfang 1939 von den Eltern des heutigen Besitzers erworben.

Das monumentale, vielfigurige Gemälde Sverchkovs nimmt zweifelsohne eine Sonderstellung im Oeuvre des Künstlers ein. Frau Dr. Sugrobova-Roth konnte den vermutlichen Auftraggeber recherchieren sowie wichtigen Hinweisen zur Provenienz nachgehen.
Ergebnis: € 489.000 (Schätzpreis: € 95.000)

282. Auktion, "Alte Kunst", 15. November 2009
Ausritt des Leibhusarenregiments zur Hohen Truppenbesichtigung Alexander II.. Signiert unten links: kyrillisch. Öl auf Leinwand. Doubliert. 124 x 194cm. Rahmen (vermutlich aus der Zeit).
Provenienz: Privatsammlung Baden-Württemberg.
Nach den Angaben des Einlieferes wurde das Gemälde etwa um 1931 ein Geschenk der UdSSR an den Hofminister des persischen Shah Reza Pahlewi - Teimurtash, der Absolvent des Kadettenkorps in St. Petersburg war, möglicherweise im Rahmen der Bemühungen der Sowjetischen Regierung um Konzessionen für den Fischfang im Kaspischen Meer.
Das Bild wurde nach dem Tod Teimurtashs 1933 von seiner Witwe veräußert und Anfang 1939 von den Eltern des heutigen Besitzers erworben.

Das monumentale, vielfigurige Gemälde Sverchkovs nimmt zweifelsohne eine Sonderstellung im Oeuvre des Künstlers ein. Frau Dr. Sugrobova-Roth konnte den vermutlichen Auftraggeber recherchieren sowie wichtigen Hinweisen zur Provenienz nachgehen.
Ergebnis: € 489.000 (Schätzpreis: € 95.000)

 

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Nikolaj Egorovic Svertchkov

1817 St. Petersburg - 1898 Carskoe Selo


VAN HAM verkaufte das Gemälde von Nikolaj Egorovic Svertchkov zu einem herausragenden Preis.


Biografie von Nikolaj Egorovic Svertchkov

"Die feierliche Wirkung des Gemäldes wird sowohl durch das große Format, als auch die hellen roten Uniformen die in einem starken Kontrast zum intensiven Blau des Himmels stehen, erzeugt. Die Komposition Svertchkovs zeigt jedoch den Alltag der Leibhusaren; Alexander II (1818-1881, Zar seit 1855) besichtigte das Regiment der Leibhusaren, dessen Chef er war, mehrmals in der Woche.
Die milde, hügelige Landschaft im Hintergrund lässt Krasnoje Selo bei St. Petersburg erkennen. In dieser Gegend war das Regiment stationiert.

Der Charakter der Uniformen ermöglicht eine Datierung des Gemäldes: die entsprechende Form des Tschakos wurde unter Alexander II. im Jahre 1862 eingeführt und nur bis zum Ende desselben Jahres ohne das Wappen und den Sultan getragen.
Eine besondere Rolle in der Komposition von Nikolaj Egorovic Svertchkov spielt die Figur des Generalmajors (Schulterstücke mit zwei Sternen) im Vordergrund. Die Datierung des Bildes und die physiognomische Ähnlichkeit erlauben uns, in dieser Gestalt Petr Pavlovitsch Albedinski (1826 - 1883), der zwischen 1862 - 1865 Kommandeur des Regiments war, mit großer Wahrscheinlichkeit zu vermuten. Albedinski war zu dieser Zeit Kavalier des Ordens des Hl. Stanislas des II Grades, den wir am Hals des dargestellten Offiziers erkennen. Die vorgeschlagene Datierung des Bildes in die frühen 1860er Jahre wird auch durch den Charakter der Malerei bekräftigt, da er der frühen Schaffensperiode Svertchkoffs entspricht.

Als Professor der St. Petersburger Kunstakademie seit 1855 entwickelte sich Svertchkov in den frühen 1860er Jahren zu den beliebtesten Pferdemaler Russlands, zu dessen wichtigsten Auftraggebern auch die Zarenfamilie und der Hof zählten. Solche, für Regimentsmuseen bestimmte Kompositionen, wurden üblicherweise als Sammelbestellungen der Offiziere des Regiments ausgeführt."

Wir danken Frau Dr. Sugrobova-Roth für die freundliche Unterstützung.

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