VAN HAM Kunstauktionen

177. Auktion, 19. bis 21. März 1998, Los 1668
Bildnis einer schönen Römerin vor einer Lorbeerhecke stehend. Im Hintergrund Ausblick in weite, an das Meer grenzende Campagnalandschaft. Bezeichnet unten links (an der Innenseite des Taschentuches): "Fortunata". Öl auf Leinwand. 71x52cm.
Ergebnis: € 77.000 (Schätzpreis: € 6.000)
Außerdem bestätigt per Photo durch: Börsch-Supan, Helmut: 4.12.97.
Literatur: Grewe, Cordula. Werkverzeichnis Wilhelm von Schadow 1788-1862. WVZ.Nr. 62.

177. Auktion, 19. bis 21. März 1998, Los 1668
Bildnis einer schönen Römerin vor einer Lorbeerhecke stehend. Im Hintergrund Ausblick in weite, an das Meer grenzende Campagnalandschaft. Bezeichnet unten links (an der Innenseite des Taschentuches): "Fortunata". Öl auf Leinwand. 71x52cm.
Ergebnis: € 77.000 (Schätzpreis: € 6.000)
Außerdem bestätigt per Photo durch: Börsch-Supan, Helmut: 4.12.97.
Literatur: Grewe, Cordula. Werkverzeichnis Wilhelm von Schadow 1788-1862. WVZ.Nr. 62.

 

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Wilhelm von Schadow

1788 Berlin-1862 Düsseldorf


VAN HAM erzielt regelmäßig herausragende Preise für Wilhelm von Schadow.


Biografie von Wilhelm von Schadow

Wiederentdecktes und bedeutendes Gemälde Wilhelm von Schadows von musealer Bedeutung.
Gutachten:
Grewe, Cordula, 31.1.98: „...Insgesamt repräsentiert „Fortunata, das Bildnis einer schönen Römerin“ exemplarisch Schadows Streben nach einer Synthese von Idealismus und Naturalismus. Das Werk stellt zugleich ein wichtiges Beispiel für Schadows Porträtauffassung der 1830er dar, die sich von dem noch überwiegend nazarenischen Formempfinden der zwanziger Jahre löste. Gegenüber seinem früheren Porträtschaffen zeichnen sich Schadows Arbeiten der 1830er Jahre durch eine größere Naturnähe und Lebendigkeit aus. So wich beispielsweise die abstrakte Strenge der Formgebung einer größeren Plastizität, wie sie in dem vorliegenden Bildnis durch die leichte Drehung der Figur in den Raum erzeugt wird. Das Nazarenische blieb jedoch in der strengen Zeichnung und der Dominanz der Linie wach, die als reinigende Mittel im Malerischen wirken. Erst dieser nazarenische Zug des „Bildnis der schönen Römerin“ verleiht ihm jene Durchgeistigung, jene geheimnisvolle Bedeutungsschwere, die Schadows Porträts in den Augen seiner Zeitgenossen etwas Historisches verliehen und die den Zauber und die Eigenart Schadowscher Schöpfungen ausmachen.“

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