254. Auktion „Photographie“, 11. Mai 2007, Lot 326
„Staatenhalle, Blick auf Turm (Pressa)“. Köln 1928. Vintage.Gelatinesilberabzug. 21,5 x 16,6cm. Rückseitig Atelierstempel des Photographen: "Hugo Schmölz, Fotowerkstätte, Köln, Klingelpütz 29". Darin mit blauer Tinte Angabe der Negativnummer.
Ergebnis: € 2.400 (Schätzpreis: € 1.200)
254. Auktion „Photographie“, 11. Mai 2007, Lot 326
„Staatenhalle, Blick auf Turm (Pressa)“. Köln 1928. Vintage.Gelatinesilberabzug. 21,5 x 16,6cm. Rückseitig Atelierstempel des Photographen: "Hugo Schmölz, Fotowerkstätte, Köln, Klingelpütz 29". Darin mit blauer Tinte Angabe der Negativnummer.
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Hugo und Karl Hugo Schmölz
1879 – 1938 Köln; 1917 – 1986 Lahnstein
VAN HAM Kunstauktionen erzielte für die Photographie „Staatenhalle, Blick auf Turm (Pressa)“ von Hugo Schmölz in der 254. Auktion im Mai 2007 einen Rekordpreis.
Biografie von Hugo und Karl Hugo Schmölz
Die „Fotowerkstätte Hugo Schmölz“
Es ist fraglich, ob es gemessen an Qualität und Umfang vergleichbare Photographen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab, die sich wie Hugo Schmölz und sein Sohn Karl Hugo Schmölz der Architekturphotographie verschrieben haben.
Nach den Lehrjahren und einer kurzen Anstellung in einem Berliner Atelier zog Hugo Schmölz nach Köln und machte sich dort mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen Eugen Bayer selbständig. Wichtig für seine berufliche Entwicklung war die Kölner Werkbundausstellung im Jahr 1914, für die Schmölz viele Photographien erstellte. In Köln profilierte er sich sehr schnell als Architekturphotograph und eröffnete schließlich 1924 sein eigenes Atelier. 1928 erhielt er im Rahmen der Pressa zahlreiche Aufträge. In den 1930er Jahren stieg sein Sohn Karl Hugo ins Geschäft ein.
Unter den Auftraggebern von Hugo und Karl Hugo Schmölz – dies ist ihren Archivbüchern zu entnehmen, finden sich zahlreiche namhafte Architekten wie beispielsweise Dominikus und Gottfried Böhm, Hans Heinz Lüttgen, Joseph Op gen Oorth, Edmund Bolten, Jacob Koerfer, die Architektengemeinschaft Wach & Rosskotten, Dickerhoff und Wilhelm Riphahn.
Sämtliche erhaltenen Auftragsphotographien der „Fotowerkstätte Hugo Schmölz“, unter deren Namen Vater und Sohn firmierten, zeichnen sich durch technische Perfektion, eine optimale Tiefenschärfe sowie ausgewogene Bildausschnitte der Gelatinesilberabzüge aus. Die Originalabzüge offenbaren dem Betrachter eine sehr sorgsame und zeitaufwändige Umsetzung der Aufnahmen vom meist 18 x 24cm messenden Glasnegativen auf Barytpapier. Die Gelatinesilberabzüge befinden sich – wie auch die Negative – noch heute in einem tadellosen Zustand und sind nicht selten das Ergebnis eines ganzen Tagwerkes im Labor. Oft waren viele Rohabzüge notwendig, um schließlich zu dem einen, absolut befriedigenden Bildergebnis zu gelangen. So ist es nicht verwunderlich, dass an einem Tag selten mehr als zehn Aufnahmen entstanden sind, von der Realisierung der Abzüge kaum zu sprechen.
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