273. Auktion "Photographie", 4. Dezember 2008, Lot 1295
Düsseldorf September 1978. Vintage. Gelatinesilberabzug. Agfa-Papier. 29,9 x 40,6cm (31 x 40,6cm). Rückseitig Nachlassstempel sowie mit Bleistift von Tata Ronkholz Angabe der Archivnummer.
Provenienz: Nachlass der Photographin.
Ergebnis: € 2.000 (Schätzpreis: € 1.400)
273. Auktion "Photographie", 4. Dezember 2008, Lot 1295
Düsseldorf September 1978. Vintage. Gelatinesilberabzug. Agfa-Papier. 29,9 x 40,6cm (31 x 40,6cm). Rückseitig Nachlassstempel sowie mit Bleistift von Tata Ronkholz Angabe der Archivnummer.
Provenienz: Nachlass der Photographin.
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Tata Ronkholz
1940 Krefeld - 1997 Köln
VAN HAM verfügt über den gesamten Nachlass der 1997 verstorbenen Photographin Tata Ronkholz, die neben Volker Döhne, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth zu den ersten Studenten von Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf gehörte. Für ihre Werke erzielt VAN HAM sehr gute Preise.
Biografie von Tata Ronkholz
Der Nachlass von Tata Ronkholz umfasst weit über 2.000 Abzüge, Kontakte und sämtliche Negative sowie Teile ihrer Korrespondenz und Entwürfe im Rahmen ihrer späteren innenarchitektonischen Arbeit.
Das in den Jahren 1978 bis 1985 entstandene und in ihrem Nachlass erhaltene Gesamtwerk von Tata Ronkholz beinhaltet alle Aspekte aus dem photographischen Œuvre der Künstlerin. Schon vor dem Beginn ihres Studiums bei Bernd und Hilla Becher im Jahr 1978 entstanden erste Schwarz/Weiß-Aufnahmen von Industrietoren, die sie mit einer Plattenkamera ausschließlich in den Wintermonaten erstellte, damit Pflanzenbewuchs nicht die Struktur der Tore verdeckte.
Die wohl bekannteste und umfangreichste Gruppe nahm Tata Ronkholz von Trinkhallen auf, die heute meist nicht mehr erhalten sind. Sie fand ihre Motive in Düsseldorf, Bochum und Köln sowie in anderen Orten im Ruhrgebiet. Hierzu betonte sie: „Mir ging es weder um einen sozialen Aspekt noch um das Design, sondern ich fühlte mich zum Alltag hingezogen. Ich wollte das Büdchen um die Ecke in seiner ganzen Liebenswürdigkeit zeigen.“
Ebenfalls im Jahr 1978 forderte Tata Ronkholz Thomas Struth auf, den vorderen Teil des Düsseldorfer Rheinhafens noch vor seinem Abriss zu dokumentieren. Hierbei entstand ein umfangreiches Konvolut zur Industriearchitektur, das in seiner Gesamtheit bisher noch nicht gezeigt wurde. Als Thomas Struth die photographische Arbeit 1980 unterbrechen musste, widmete sich Tata Ronkholz allein den Innenräumen des Hafens. Den später entstandenen Trinkhallen vergleichbar, realisierte Ronkholz eine photographische Archivierung von Industriebauten. Die Vergänglichkeit der Motive war für sie bedeutend: „Diese wunderbare Welt ist längst nicht mehr da. Ich wollte sie festhalten, bevor alles abgerissen und weg war.“ „Schaufenster“ nannte Tata Ronkholz ihre zuletzt entstandene Werkgruppe, bevor sie im Jahr 1985 ganz aufhörte zu photographieren.
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