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Große Russische Porzellangemälde (Pendants) mit Genreszenen
Kaiserliche Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg

Große Russische Porzellangemälde (Pendants) mit Genreszenen.

Kaiserliche Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg. Datiert 1852.


Zwei große Russische Porzellangemälde mit Genreszenen

Kaiserliche Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg. Datiert 1852. Signiert M. Krjukow bzw. Ja. Amelsinkov. Nach Hendrick Joseph Dillens (1812-1872). Porzellan, polychrome Malerei. a) Junge Wirtin, einem frechen Gast die Mütze über den Kopf ziehend. Daneben kleiner Junge und Magd sowie Pärchen, die Szene beobachtend. b) Junge Magd, einem älteren Herrn die Perücke vom Kopf stibitzend. Porzellanplatte 76 x 60cm. Rahmen 110 x 96cm. Zustand A/B bzw. A. Durchbrochener Rahmen. Blaue Marke Nikolaus I (1825-55). Unten links kyrill. bez. 'nach Dillens dem Älteren'. Unten rechts kyrill. signiert 'M. Krjukow' mit Datierung 1852 bzw. 'Ja. Amelsinkov' mit Datierung 1852. Rückseitig auf der Holzabdeckung des Gemäldes altes Klebeetikett mit maschinenschriftlicher Provenienzangabe Weimarer Schloss

Literatur: Kudrjawzewa, Tamara: Das weisse Gold der Zaren - Die Kaiserliche Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg, Stuttgart 2000. 

310. Auktion "Europäisches Kunstgewerbe" am 12. Mai 2012, Los 1580.

Ergebnis: € 512.500

VAM HAM erzielte mit diesem Ergebnis einen internationalen Auktionsrekord für Porzellangemälde und zugleich den höchsten Zuschlag im Europäischen Kunstgewerbe in der Geschichte des Hauses.


Historie "Große Russische Porzellangemälde (Pendants) mit Genreszenen."

Vermutlich befanden sich die beiden als Vorlage dienenden Gemälde des Belgischen Genremalers Hendrick Joseph Dillens (1812-1872) in der Sammlung der Eremitage in St. Petersburg. Es ist bekannt, dass dort vor der Revolution mehrere Gemälde aus seiner Hand verwahrt wurden. Heute lässt sich nur noch das Gemälde 'Der Bogenschütze' in der Sammlung nachweisen. Während der Amtszeit Nikolaus I (1825-1855) wurde der Porzellanmalerei ein besonderes Augenmerk geschenkt. Aufgrund Neuerungen in der Zusammensetzung der Porzellanmasse konnten in seiner Zeit Porzellanplatten und Formstücke von hoher Qualität produziert werden. Bedeutende Gemälde Alter und Neuerer Meister, vorwiegend aus der Eremitage wurden in außergewöhnlicher Qualität und Farbtreue in Porzellanmalerei übertragen. M.W. Krjukow, der Porzellanmaler der vorangegangenen Losnr. 1580, wird als einer der besten Meister der figürlichen Malerei erwähnt (Kudrjawzewa, 2000, S.38/39). Allgemein gilt die Periode unter Nikolaus I als eine der fruchtbarsten und besten der Manufaktur.

V.H.

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