293. Auktion "Alte Kunst", 19. November 2010, Los 420
Jean Baptiste Carpeaux
1827 Valenciennes - 1875 Becon
"Pourquoi naitre esclave". Büste einer gefesselten Sklavin. Betitelt und bezeichnet auf dem Sockel: J.B. Carpeaux. Bezeichnet rückseitig auf der linken Schulter: Proprieté Carpeaux sowie Schlagzeichen eines Adlers. Höhe: 34cm.
Ergebnis: € 22.500 (Schätzpreis: € 3.500)
293. Auktion "Alte Kunst", 19. November 2010, Los 420
Jean Baptiste Carpeaux
1827 Valenciennes - 1875 Becon
"Pourquoi naitre esclave". Büste einer gefesselten Sklavin. Betitelt und bezeichnet auf dem Sockel: J.B. Carpeaux. Bezeichnet rückseitig auf der linken Schulter: Proprieté Carpeaux sowie Schlagzeichen eines Adlers. Höhe: 34cm.
Ergebnis: € 22.500 (Schätzpreis: € 3.500)
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Jean Baptiste Carpeaux
1827 Valenciennes - 1875 Becon
VAN HAM erzielt hervorragende Preise für orientalitische Gemälde und Skuplturen.
Biografie von Jean Baptiste Carpeaux
Der als "bedeutendster Bildhauer des zweiten französischen Kaiserreichs" bezeichnete Jean Baptiste Carpeaux wuchs als zweiter Sohn eines Maurers in bescheidenen Verhältnissen auf.
Seinen ersten Unterricht erhielt Capeaux bei dem Architekten Jean Baptiste Bernard, der zeitlebens ein großer Förderer seiner Kunst blieb und ihn an dem Bildhauer Fernand Liet in Valenciennes empfahl. Um 1842 ging Carpeaux nach Paris und wurde Schüler an der Ecole royale et spéciale de dessin et de mathématique. 1846 trat er in die Académie des Beaux-arts ein und fand seine Förderer in Francisque Duret und Francois Rude. Es folgten zahlreiche Preise, Stipendien und Ernennungen, u.a. der Prix de Rome, der es Carpeaux 1854 ermöglichte für weitere fünf Jahre in Rom zu studieren. Dort erregte seine Begabung besonderes Aufsehen, begrüßte die Prinzessin Borghese ihn doch als neuerstandenen Michelangelo.
Zwar tritt sein malerisches Werk hinter das skulpturale zurück, jedoch wusste Carpeaux auch auf diesem Gebiet seine Begabung unter Beweis zu stellen. 1862 kehrte er nach Frankreich zurück und gründete in Paris sein eigenes Atelier. Vor allem die in dieser Zeit entstandene Statue des kaiserlichen Prinzen brachte ihm die Aufmerksam des französischen Hofs und folgend den Auftrag zur Ausgestaltung des Flora-Pavillons des Louvre ein.
Mit seinen Arbeiten markiert Carpeauxs einen Übergang zwischen der bereits von Gericault beschrittenen, dann von Barye, Rude und Daumier angebahnten Entwicklung ins Barocke und den Werken Rodins.
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