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253. Auktion "Alte Kunst", 19.-21. April 2007, Los 2178
Blick in bäuerlichen Innenhof. Signiert unten rechts: A. Menzel. Schwarzer Stift auf Papier. 21 × 13 cm. Rahmen. 
Rückseitig: Auf dem Rahmenkarton alter Klebezettel der 105. Auktion der Galerie Miethke, Wien, mit Angaben zu Provenienz des Werkes, sowie alter Klebezettel mit Losnummer(?) und eine Zollmarke.
Provenienz:
- Sammlung Dr. Max Strauß, Wien.
- Rheinische Privatsammlung.
Ergebnis: € 67.000 (Schätzpreis: € 19.000)

253. Auktion "Alte Kunst", 19.-21. April 2007, Los 2178
Blick in bäuerlichen Innenhof. Signiert unten rechts: A. Menzel. Schwarzer Stift auf Papier. 21 × 13 cm. Rahmen. 
Rückseitig: Auf dem Rahmenkarton alter Klebezettel der 105. Auktion der Galerie Miethke, Wien, mit Angaben zu Provenienz des Werkes, sowie alter Klebezettel mit Losnummer(?) und eine Zollmarke.
Provenienz:
- Sammlung Dr. Max Strauß, Wien.
- Rheinische Privatsammlung.
Ergebnis: € 67.000 (Schätzpreis: € 19.000)

 

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Zeichnungen und Aquarelle

 

Weitere Werke von Adolf Friedrich Menzel

Adolph von Menzel

1815 Breslau- 1905 Berlin


VAN HAM verkauft Zeichnungen von Adolph von Menzel zu herausragenden Preisen.


Biografie von Adolph von Menzel

Den Grundstein für seine künstlerische Laufbahn legte Adolph von Menzel, der als der bedeutendste deutsche Realist gilt, in den Jahren 1833-34 mit dem Besuch der Königlichen Akademie der Künste in Berlin. Hier lernte er auch den Tapetenfabrikanten Carl Heinrich kennen, der später eine wichtige Rolle als Freund und Förderer Menzels spielte. Menzel war zudem ein disziplinierter Autodidakt und so ließen erste Erfolge, zunächst mit lithographischen Arbeiten, nicht lange auf sich warten. Gegen Ende der 30er Jahren zeichnete sich ein zunehmendes Interesse des Künstlers für die Ölmalerei ab.
Ab 1849 begann Menzel eine Reihe von Werken, die so genannte „Frideriziana“, die sowohl Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, aber auch druckgraphische Arbeiten zur Person Friedrichs des Großen und seiner Zeit umfasst. Eine der bekanntesten Darstellungen dieser Sequenz ist das Gemälde „Die Tafelrunde Friedrichs des Großen in Sanssouci“ aus dem Jahre 1850. Hier war Menzel sehr auf die historische Authentizität der Szenen bedacht und recherchierte vorab z. B. die exakten Gegebenheiten der Original-Schauplätze. Darüber hinaus entstanden in derselben Dekade auch einige vorimpressionistische Arbeiten, dieser Stil wurde jedoch nicht weiter von ihm verfolgt.
Neben der Historienmalerei beschäftigte Menzel sich ebenfalls mit Themen der Gegenwart, seine Protagonisten waren Menschen, die ihn im täglichen Leben umgaben. Während er Angehörige des Bürgertums teilweise mit karikativem Pinsel porträtierte, zeigen seine Bilder von Arbeitern und Handwerken sowie ihrer Umgebung respektvolle Züge. In diesem Zusammenhang entstand auch die Industriedarstellung „Das Eisenwalzwerk“(1872-75). 
Einen Großteil des Oeuvres machen Zeichnungen und Skizzenbücher aus, die einerseits im Zuge von Vorbereitungen für spätere Gemälde entstanden, andererseits aus dem Drang Menzels heraus, die Dinge seiner Umgebung genau zu beobachten und einzufangen.
Das Interesse an der Person und dem Maler Adolph von Menzel blieb nicht auf Deutschland beschränkt. Im Zuge der Weltausstellung 1855 reiste er erstmals nach Paris, woraufhin weitere Besuche in späteren Jahren folgen sollten. In Frankreich erhielt Menzel mehrere Auszeichnungen, u. a. das Kreuz der Ehrenlegion. In Deutschland bringt der künstlerische Erfolg vielfältige, gesellschaftliche Anerkennung mit sich. So besteht beispielsweise seit 1875 eine Zugehörigkeit Menzels zum Senat. Auch die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Berliner Universität zum 70. Geburtstag zeigt die Achtung vor seinen Leistungen. Mit der Ernennung zum Ritter des Schwarzen Adlerordens geht die Erhebung in den Adelsstand einher.
Im Jahre 1905 stirbt Menzel schließlich in Berlin.

Die vorliegende Zeichnung entstand vermutlich auf einer seiner zahlreichen Reisen in den Süden Deutschlands bzw. nach Österreich oder der Schweiz. Gerade die in Interlaken in den 1880er Jahren geschaffenen Skizzen scheinen in der Art und Weise der Oberflächendifferenzierung in den Hell- und Dunkeltönen dem vorliegenden Blatt sehr nahe zu stehen. 

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