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Adolph von Menzel
Blick in bäuerlichen Innenhof

Adolph von Menzel

1815 Breslau- 1905 Berlin


Blick in bäuerlichen Innenhof

Signiert unten rechts: A. Menzel. Schwarzer Stift auf Papier. 21 × 13 cm. Rahmen. 
Rückseitig: Auf dem Rahmenkarton alter Klebezettel der 105. Auktion der Galerie Miethke, Wien, mit Angaben zu Provenienz des Werkes, sowie alter Klebezettel mit Losnummer(?) und eine Zollmarke.
Provenienz:- Sammlung Dr. Max Strauß, Wien.- Rheinische Privatsammlung.

253. Auktion "Alte Kunst" am 19.-21. April 2007, Los 2178.

Ergebnis: € 67.000

VAN HAM verkauft Zeichnungen von Adolph von Menzel zu herausragenden Preisen.


Biografie von Adolph von Menzel

Deutscher Maler, Zeichner und Graphiker. Hauptmeister der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts, von seinem Vater als Lithograph ausgebildet, in seiner künstlerischen Ausbildung im wesentlichen Autodidakt, begann als Zeichner: Erste Werke sind 6 lithographische Federzeichnungen zu Goethes "Künstlers Erderswallen", 1833; volkstümlich berühmt wurde er durch seine Federzeichnungen zu Kuglers "Geschichte Friedrichs d. Gr." (von anderen in Holzschnitt übertragen). Mit diesem u. a. Zeichnungswerken über und von Friedrich d. Gr. hat Menzel das Bild, das wir uns von diesem machen, wesentlich mitgeprägt. Mit seinen Historienbildern er begann um 1835 mit der Ölmalerei hat er der Geschichtsmalerei neue Antriebe gegeben: er verzichtet auf deklamatorischen Pathos und dringt tief in den historischen Stoff ein. Berühmt sind die Bilder aus der friderizianischen Geschichte: Tafelrunde Friedrichs II. in Sanssouci, 1850 (1945 zerstört); Flötenkonzert in Sanssouci, 1852, u. v. a. in den Staatlichen Museen in Berlin, und ab 1861 seine Malereien zur Zeitgeschichte wie: Krönung Wilhelms I., 1861-65, Berlin, Alte Nationalgalerie. Ballsouper, 1878, ebd. Doch gründet sich der heutige Ruf Menzels als eines bahnbrechenden Malers auf die von ihm geringgeschätzten Studien und Gemälde der 40er und 50er Jahre, in welchen er vieles vom Impressionismus vorwegnahm. Seine realistischen Bemühungen berühren sich mit denen der Franzosen; er hat Paris verschiedentlich aufgesucht und traf mit Courbet zusammen. Beispiele ungezwungener impressionistischer Studien sind: Das Balkonzimmer, 1845; Das Schlafzimmer des Künstlers, 1847; Die Potsdamer Bahn, 1847; Théâtre Gymnase, 1856, alle in Berlin, Alte und Neue Nationalgalerie. In seinem Eisenwalzwerk, 1875, ebd., gibt er den Eindruck eines zeitgenössischen Fabrikbetriebes wieder. Einen eigentlichen Impressionisten wird man Menzel jedoch nicht nennen, da ihm bei aller großzügigen Gesamtwirkung vor allem das anekdotische Detail wichtig war.

Darmstaedter, Robert; von Hase-Schmundt, Ulrike: Künstlerlexikon. Hamburg 2013: Nikol Verlag.

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