VAN HAM Kunstauktionen

272. Auktion, "Moderne und Zeitgenössische Kunst", 3.12.2008, Lot 254 "Sphärische Hohlspiegelwand"
Unikat. 1970. 18 Platten aus Hohlspiegel IF, Planspiegel, Plexiglas, Holz, Gesamtmass 960 x 230 x 7,3 cm. Davon 14 Stück jeweils 115 x 115 x 7,3 cm, 4 Stück jeweils 78 x 115 x 7,3 cm.
Originalzertifikat von Frau Dr.Magdalena Broska, Adolf-Luther-Stiftung Krefeld, liegt vor.
Provenienz: Atelier des Künstlers. Integration im Foyer des Thermalbades Bad Oeynhausen. Privatsammlung
Ergebnis: € 103.700 (Schätzpreis: € 80.000)

272. Auktion, "Moderne und Zeitgenössische Kunst", 3.12.2008, Lot 254 "Sphärische Hohlspiegelwand"
Unikat. 1970. 18 Platten aus Hohlspiegel IF, Planspiegel, Plexiglas, Holz, Gesamtmass 960 x 230 x 7,3 cm. Davon 14 Stück jeweils 115 x 115 x 7,3 cm, 4 Stück jeweils 78 x 115 x 7,3 cm.
Originalzertifikat von Frau Dr.Magdalena Broska, Adolf-Luther-Stiftung Krefeld, liegt vor.
Provenienz: Atelier des Künstlers. Integration im Foyer des Thermalbades Bad Oeynhausen. Privatsammlung
Ergebnis: € 103.700 (Schätzpreis: € 80.000)

 

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Adolf Luther

1912 Krefeld-Uerdingen - 1989 Krefeld


VAN HAM erzielte für ein typisches Spiegelobjekt von Adolf Luther im Herbst 2008 ein Spitzenergebnis.


Biografie von Adolf Luther

"Luther kommt es vor allem auf die Strahlungsenergie des Lichtes an, eigentlich eine physikalische Eigenschaft, die von uns als selbstverständliche Größe akzeptiert wird. Allerdings arbeitet dieser Künstler nicht - wie beispielsweise Mack - in erster Linie mit reflektierenden Materialien wie Silber- oder Alumiumfolien, sonder er versucht das Licht zu bündeln, optisch zu konzentrieren. Dazu benutzt er Linsen uns Spiegel. Vor allem die Spiegel erzeugen einen weiteren Effekt, der Luther eigentlich von seiner Konzentration auf das reine Licht entfernt: sie erzeugen eine 'transoptische Realität', indem reale Bilder als Lichtreflexe im Raum aufgebaut werden. Allerdings macht uns Luther durch die Anordnung seiner konvex und konkav gebogenen Spiegel in einem methodisch Verfahren die ästhetische Relevanz solcher einfachen optischen Effekte deutlich. Ähnlich wie bei den frühen Metallreliefs von Mack errreicht Luther in seinen Spiegelobjekten eine optimale Einheit von Materialverwendung und ästhetischer Relevanz. Er versucht dabei stets, die Balance zu halten, also weder das Material dominant erscheinen zu lassen, noch es zugunsten einer weitgehenden 'Entmaterialisierung' vollkommen in den Hintergrund zu rücken."
(Hans Peter Riese: Die Sammlung Etzold im kunsthistorischen Kontext, in: Sammlung Etzold - Ein Zeitdokument, hrsg. vom Städtischen Museum Abteiberg Mönchengladbach, Mönchengladbach 1986, S. 113 ff.).

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