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265. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 27. Mai 2008, Lot 734
Tableau Piège. Aus der Serie: Port Sevillane. 1992. Mischtechnik auf Holz, 73 x 90cm. 
Ergebnis: € 37.500 (Schätzpreis: € 30.000)

265. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 27. Mai 2008, Lot 734
Tableau Piège. Aus der Serie: Port Sevillane. 1992. Mischtechnik auf Holz, 73 x 90cm. 
Ergebnis: € 37.500 (Schätzpreis: € 30.000)

 

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Weitere Werke von Daniel Spoerri

Daniel Spoerri

1930 Galati


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für "Tableau Piège" von Daniel Spoerri im Mai 2008 einen Spitzenpreis.


Biografie von Daniel Spoerri

Daniel Spoerri wird 1930 in Galati/Rumänien geboren. Nach dem sein Vater, der Missionar Issac Feinstein, in einem nationalsozialitistischen Vernichtungslager umkommt, flüchtet er mit seiner Mutter in die Schweiz. Nach einer kaufmännischen Lehre studierte Spoerri zunächst in Zürich und später in Paris klassischen Tanz und Pantomime. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde er am Theater in Bern als Solotänzer engagiert. Während dieser Zeit versuchte sich Spoerri bereits als Regisseur von Kurzfilmen. 1957 arbeitete er als Regieassisstent am Landestheater Darmstadt. 1959 ging Spoerri wieder nach Paris und machte dort Bekanntschaft mit Jean Tinguely, Arman, Francois Dufrêne und Yves Klein. Mit ihnen gründete Spoerris die Gruppe „Neue Realisten“. In Paris entstand auch Spoerris erste Objektkunst.

1963 gründete Spoerri in der Galerie Dorothea Loehr in Frankfurt am Main das Dorotheanum – gemeinnütziges Institut für Selbstentleibung. 1966/67 verbrachte Spoerri ein ganzes Jahr auf der griechischen Insel Sými. In dieser Zeit entstanden 25 Objekte, welche unter dem Titel Zimtzauber-Periode bekannt wurden.

In den Jahren 1968 bis 1972 führte Spoerri in Düsseldorf das Restaurant Spoerri und die Eat-Art-Gallery. Die Anfänge der Eat-Art waren die so genannten Fallenbilder (frz. tableau piège) von Spoerri, für die er in den 1960er Jahren die Reste von beendeten oder abgebrochenen Mahlzeiten mit Leim und Konservierungsstoffen fixierte, um so plastische Momentaufnahmen zu schaffen. Es handelt sich quasi um dreidimensionale Stillleben. Die Absicht ist, mit verschiedenen formalen Mitteln ein Teil der realen Alltagswelt darzustellen. Spoerri betrachtete die Kochkunst als Teil der Bildenden Kunst.

1978 wurde er an die Kölner Werkschulen berufen und lehrte dort bis 1982. Dazwischen gründete er das Musée Sentimental in Köln.

1983 folgte er dem Ruf an die Akademie der bildenden Künste in München, wo er dort bis 1989 unterrichtete. Im Anschluß ließ sich Spoerri in der Toskana nieder. Südlich von Siena errichtete er den Skulpturengarten Il Giardino. Für dieses Projekt, schuf der Künstler selbst einen Großteil der Skulpturen. Es lud aber auch namhafte Künstler Skulpturen für diesen Garten zu schaffen, der stetig erweitert wird und seit 1997 der Öffentlichkeit zugänglich ist. Seit Anfang 2007 lebt Spoerri in Wien

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