VAN HAM Kunstauktionen Home

255. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 6. Juni 2007, Lot 452
Ohne Titel (Scheiben). 1958.
Aquarell auf festem Velin. 41x59,2cm. Signiert und datiert unten rechts: Nay 58. Ergebnis: € 22.500 (Schätzpreis: € 20.000)

255. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 6. Juni 2007, Lot 452
Ohne Titel (Scheiben). 1958.
Aquarell auf festem Velin. 41x59,2cm. Signiert und datiert unten rechts: Nay 58. Ergebnis: € 22.500 (Schätzpreis: € 20.000)

 

Sie wollen ein Objekt verkaufen?

Objektbewertung Experten

Sie wollen zukünftig Angebote erhalten?

Suchkartei Newsletter

Weitere Objekte zum Thema:

Zeitgenössiche Kunst

 

Weitere Werke von Ernst Wilhelm Nay

Ernst Wilhelm Nay

1902 Berlin – 1968 Köln


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für ein Aquarell auf Velin von Ernst Wilhelm Nay bei der 255. Auktion im Juni 2007 einen Spitzenpreis.


Biografie von Ernst Wilhelm Nay

Der deutsche Maler Ernst Wilhelm Nay studierte von 1925 bis 1928 als Schüler von Karl Hofer an der Kunstakademie Berlin. Ab 1928 hielt er sich häufiger in Paris auf. 1931 erhielt er ein Rom-Stipendium der Preußischen Akademie der Künste. In der Folgezeit schuf er an Stillleben erinnernde Kompositionen mit surrealen Formen. Unter dem Einfluss später Werke Ernst Ludwig Kirchners entwickelte er um 1935 eine eigenständige Form des großen Figurenbildes. Nay verwandte auf abstrakter Ebene Stilelemente des deutschen Expressionismus, wobei das zentrale Thema der Mensch im Raum kosmischer Natur bildete.

Nachdem ihm zuvor ein Ausstellungsverbot erteilt worden war, wurde seine Malerei 1937 als „entartete Kunst“ diffamiert. Auf den norwegischen Lofoten war er in den Jahren 1937/38 bei Edvard Munch zu Gast, wo ihn die Landschaft zu formal stark vereinfachter Malerei inspirierte.
1940 wurde er nach Frankreich zum Kriegsdienst eingezogen. Hier vollzog sich in den folgenden Jahren seine Loslösung vom Figürlichen und Gegenständlichen. Nach 1945 entstanden Bilderzyklen, in denen Motive aus Mythos, Legende und Dichtung variiert erschienen und bei denen Farbe als zentrales Gestaltungsmittel kubistisch gesplitterte Formen rhythmisierte.
Ab 1951 lebte Nay als freier Maler in Köln. 1956 erhielt er den großen Kunstpreis des Landes Nordrheinwestfalen für Malerei, 1960 den Guggenheim-Preis der deutschen Sektion und 1964 den Kunstpreis der Stadt Berlin. Im Spätwerk des Künstlers ab 1965 wurden seine an Henri Matisse erinnernden Kompositionen ornamental-flächiger und farblich greller. Nay gilt als Vermittler zwischen der Abstraktion der Vorkriegszeit und der jungen Nachkriegsgeneration in Deutschland. Aufgrund seines kontinuierlichen Weges hin zur Abstraktion unter Ausblendung von Surrealismus, Dadaismus und Neuer Sachlichkeit gilt er als typischer Nachkriegskünstler, dem unter nationalsozialistischen Einfluss jede Gegenständlichkeit suspekt geworden war. (aus: kunstmarkt.com)

Zurück zur Übersicht