255. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 6. Juni 2006, Lot 23
Ohne Titel. Gouache und Bleistift auf Aquarellpapier. 66,5 x 50cm. Datiert unten rechts: 24.XII.84
Ergebnis: € 29.500 (Schätzpreis: € 22.000)
255. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 6. Juni 2006, Lot 23
Ohne Titel. Gouache und Bleistift auf Aquarellpapier. 66,5 x 50cm. Datiert unten rechts: 24.XII.84
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Georg Baselitz
1938 Deutschbaselitz
VAN HAM Kunstauktionen erzielte für eine Gouache von Georg Baselitz bei der 255. Auktion im Juni 2007 einen Rekordpreis.
Biografie von Georg Baselitz
Georg Baselitz wurde 1938 in Deutschbaselitz in Sachsen unter dem Namen Hans-Georg Kern geboren. 1956 begann er mit dem Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst unter Womacka und Behrens-Hangler in Ost-Berlin. Ein Jahr später wurde er wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" von der Ostberliner Kunsthochschule verwiesen, wechselte dann an die Westberliner Hochschule für Bildende Künste und studierte dort bei Hann Trier weiter. 1958 zog er nach West-Berlin, wo erste eigenständige Zeichnungen und Bilder entstanden.
1960 reiste er das erste Mal nach Paris. Im folgenden Jahr nahm er seinen Künstlernamen an und wurde Meisterschüler bei Hann Trier. 1969 entstand das erste Bild, dessen Motiv auf dem Kopf steht; so auch „Der Orangenesser“ von 1981. Damit setzte Baselitz sich mit formal-ästhetischen Problemen auseinander und wollte klassische Sehgewonheiten aufbrechen. 1970 erfolgte die erste Ausstellung dieser Bilder in Köln. Neben der Malerei gewannen auch Druckgrafik, Zeichnung und Bildhauerei an Bedeutung. Zusätzlich begann er 1972 mit der Fingermalerei. 1977 wurde er an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe berufen, wo er ein Jahr später die Professur antrat. 1980 gestaltete er den deutschen Pavillon der Biennale in Venedig.
In den Jahren 1972, 1977 und 1982 nahm er an der documenta 5, 6 und 7 in Kassel teil. Baselitz versucht eine Malerei zwischen Figuration und Abstraktion zu praktizieren und wird wegen seinem Neoexpressionismus zu der Neuen Figuration gezählt.
Einfluss hatte seine Malerei auf die „Jungen Wilden“ der achtziger Jahre, die sich ausdrücklich auf ihn bezogen. Die Hauptstätte seines Schaffens ist Berlin. Seit 1975 lebt Georg Baselitz in Derneburg bei Hildesheim und Imperia in Ligurien. (aus: Kunstmarkt.com)
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