VAN HAM Kunstauktionen

284. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
Ohne Titel. Kissenbild. 1982/83. Acryl auf Leinwand über Watte auf Leinwand, 240 x 240 x 15. Signiert und datiert verso oben: Graubner, 82/83. Zudem mit dem Adressstempel des Künstlers versehen.
Provenienz: Galerie Schmela, Düsseldorf (Galerieaufkleber).
Ergebnis: € 127.000 (Schätzpreis: € 40.000)

284. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, 3. Dezember 2009
Ohne Titel. Kissenbild. 1982/83. Acryl auf Leinwand über Watte auf Leinwand, 240 x 240 x 15. Signiert und datiert verso oben: Graubner, 82/83. Zudem mit dem Adressstempel des Künstlers versehen.
Provenienz: Galerie Schmela, Düsseldorf (Galerieaufkleber).
Ergebnis: € 127.000 (Schätzpreis: € 40.000)

 

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Gotthard Graubner

1930 Erlbach


VAN HAM Kunstauktionen erzielte 2009 einen internationalen Auktionsrekord für Gotthard Graubner.


Biografie von Gotthard Graubner

Seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre setzt sich Gotthard Graubner in seiner Malerei ausschließlich mit der Farbe als alleinigem Ausdrucksträger auseinander. Immer wieder untersucht Gotthard Graubner ihre Eigenwertigkeit und erprobt die Formen ihres Auftrages, um die räumliche Wirkung der Farbflächen zu forcieren. Dabei verwendet er bald kein herkömmliches Malmaterial mehr. So entwickelt er Anfang der 1960er Jahre die „Kissenbilder“. Diese bestehen aus einer Vielzahl von Schichten farbaufsaugender Watten, Schaumstoffe und den das gesamte Polster umspannenden synthetischen Stoffbahnen. In diesen „Farbraumkörpern“, wie er sie ab 1970 nennt, spielt Gotthard Graubner äußerst subtil mit den unterschiedlichen Nuancen der durchscheinenden Farblagen und deren Zusammenwirken mit den jeweiligen, weich verlaufenden Lichtabstufungen auf der Wölbung der Kissen.
Mit diesen plastischen Gebilden steht Gotthard Graubner in einer Tradition, die bis zu Claude Monets späten Seerosenbildern reicht, und führt diese zugleich zu einem  gewissen Endpunkt: Befreit von dem Anspruch, etwas anderes darstellen zu müssen als sich selbst, begegnet uns die reine Erscheinung der Farbe nicht mehr als bloßes, starres Zeichen. Vielmehr tritt sie in ihrem unabschließbaren Rhythmus über die Grenzen des Gevierts kraftvoll in den Raum hinaus und fordert uns so zu einem intensiven Dialog auf. 

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