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Günther Uecker
"Wind" Feld

Günther Uecker

1930 Wentdorf – lebt in Düsseldorf


"Wind" Feld

2002. Nägel auf Holzplatte, mit Leinen überzogen, partiell weiß gefasst. 120 x 120 x 16cm. Doppelt signiert, datiert und betitelt verso: Uecker 02 Windfeld. Mit Maßangaben, Richtungspfeil und Aufhängeanleitung. 
Provenienz: Kunsthandlung Vinzentz, Düsseldorf/ Privatbesitz Tutzingen

284. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“ am 3. Dezember 2009, Los 409.

Ergebnis: € 239.400

VAN HAM Kunstauktionen erzielte für das Windfeld von Günther Uecker einen internationalen Auktionsrekord für eine Arbeit dieses Künstlers nach 1990.


Biografie von Günther Uecker

Deutscher Maler und Objektemacher. Begann 1955-57 mit strukturierten Reliefbildern, ab 1958 entstanden die Nagelrhythmen: in Scheiben, Platten und ganze Möbel werden zahllose Nägel geschlagen, die Objekte dann einfarbig gestrichen Motoren setzen sie in Bewegung, oder der Betrachter selbst bewirkt durch Wechsel seiner Stellung die Vibration von Licht und Schatten. 1961 beteiligte er sich an der Zero-Gruppe, dann Zusammenarbeit mit Mack und Piene an der Konstruktion der kinetischen "Lichtmühlen". Sein eigentliches Ansinnen, "einen realen Raum durch Strukturreihung zu aktivieren", findet seit der Auflösung der Zero-Gruppe 1966 neue Wege, u.a. durch Abdrücke von den "Nagelbildern" und typographische Experimente. Werke u.a. Fünf Lichtscheiben, 1961-81; Barrikade, 1968/69, Sandspirale, 1970; Weißer Schrei, 1986. In den 80er Jahren Arbeiten mit Asche, die teilweise mit festem Hochlandgras oder Ästen kombiniert wird. 1986 die Serie Die Gefährdung des Menschen durch den Menschen; Weiße Tränen, 1992; Regen, Okaido, Japan, Aquarellserie, 1995. Als Bühnenbildner tätig ("Fidelio", 1974, Bremen, "Parsifal", 1976, Stuttgart; "Die Bassariden" von H. W.Henze, 1989, Stuttgart).

Darmstaedter, Robert; von Hase-Schmundt, Ulrike: Künstlerlexikon. Hamburg 2013: Nikol Verlag.

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