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284. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 3. Dezember 2009
"Wind" Feld. 2002. Nägel auf Holzplatte, mit Leinen überzogen, partiell weiß gefasst. 120 x 120 x 16cm. Doppelt signiert, datiert und betitelt verso: Uecker 02 Windfeld. Mit Maßangaben, Richtungspfeil und Aufhängeanleitung. 
Provenienz: Kunsthandlung Vinzentz, Düsseldorf/ Privatbesitz Tutzingen
Ergebnis: € 239.400 (Schätzpreis: € 150.000)

284. Auktion „Moderne u. Zeitgenöss. Kunst“, 3. Dezember 2009
"Wind" Feld. 2002. Nägel auf Holzplatte, mit Leinen überzogen, partiell weiß gefasst. 120 x 120 x 16cm. Doppelt signiert, datiert und betitelt verso: Uecker 02 Windfeld. Mit Maßangaben, Richtungspfeil und Aufhängeanleitung. 
Provenienz: Kunsthandlung Vinzentz, Düsseldorf/ Privatbesitz Tutzingen
Ergebnis: € 239.400 (Schätzpreis: € 150.000)

 

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Weitere Werke von Günther Uecker

Günther Uecker

1930 Wentdorf – lebt in Düsseldorf


VAN HAM Kunstauktionen erzielte für das Windfeld von Günther Uecker einen internationalen Auktionsrekord für eine Arbeit dieses Künstlers nach 1990.


Biografie von Günther Uecker

Der Wind stellt seit den Anfängen der künstlerischen Arbeit von Günther Uecker ein wesentliches Thema dar. Als typisches Element der Natur, insbesondere der veränderten, erweiterten Wahrnehmungsmöglichkeiten derselben, ist der Wind prädestiniert, in den Nagelstrukturen visualisiert zu werden. Selbst unsichtbar, jedoch äußerst wirkungsintensiv, ist es eine auf der Hand liegende Herausforderung, ihn künstlerisch sichtbar zu machen. Die Nagelfelder (...) erhalten ihre Lebendigkeit, ihre wogende Immaterialität - neben dem Phänomen des Lichts - aus dem Wind; er bewegt sie, schmiegt sich hinein, bestimmt Richtung, Rhythmus und Form." (Ralph Meren, Günther Uecker. Wind, Mainz 1995, S. 11). Das vorliegende Nagelobjekt von Günther Uecker "Windfeld" veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise die systematische und organische Zusammengehörigkeit der beiden Topoi Wind und Feld. "Im Jahrhundert einer schier unaufhaltsamen Dynamisierung der Lebenswelten, des explosiven Auflösens starrer Verankerungen, der Verbeweglichung des Tuns in Sekundenrhythmen, im Zeitalter einer konstitutiven Mobilität, der automatisierten Freisetzung jeden Halts und jeglichen festen Bodens ist der Wind eine sinnfällige Chiffre. Selbst immateriell, ist seine Macht über die materiellen Dinge gewaltig; selbst unsichtbar, bestimmt er die Syntax des Sichtbaren maßgeblich; in sich reine Bewegung, pure Kinesis, fokussiert er als Anschauungsmodell des kontemporärern Weltbildes eines grenzenlosen Raum-Zeit-Kontinuums. (...) Neben der weltanschaulichen Deutungsebene kann der Wind aber ganz einfach schön sein, in seiner sensuellen Phänomenalität die Wahrnehmung fesseln und Hingabe, Freude und Begeisterung auslösen." (ebda, S. 25).

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