255. Auktion, "Moderne und Zeitgen. Kunst", 6. Juni 2007, Lot 176
Ohne Titel. 1960. Kugelschreiber auf Aluminiumkarton. 11,8 x 9cm. Signiert unterhalb der Darstellung: L. Fontana. Modellrahmen. Aus: La lune en rodage, Editions Panderma, Basel 1960. Eines von insgesamt 215 Unikaten.
Ergebnis: € 21.000 (Schätzpreis: € 9.000)
255. Auktion, "Moderne und Zeitgen. Kunst", 6. Juni 2007, Lot 176
Ohne Titel. 1960. Kugelschreiber auf Aluminiumkarton. 11,8 x 9cm. Signiert unterhalb der Darstellung: L. Fontana. Modellrahmen. Aus: La lune en rodage, Editions Panderma, Basel 1960. Eines von insgesamt 215 Unikaten.
Ergebnis: € 21.000 (Schätzpreis: € 9.000)
Sie wollen ein Objekt verkaufen?
Objektbewertung ExpertenSie wollen zukünftig Angebote erhalten?
Suchkartei Newsletter
Lucio Fontana
1899 Rosario/ Argentinien - 1968 Comabbio (Varese)
VAN HAM Kunstauktionen erzielte in der Auktion Moderner und Zeitgenössischer Kunst am 6. Juni 2007 für Fontana ein Spitzenergebnis.
Biografie von Lucio Fontana
Lucio Fontana wurde 1899 in Argentinien als Sohn italienischer Eltern geboren. Sein Vater war Bildhauer und siedelte mit seiner Familie 1905 nach Mailand über. Ab 1927 begann er ein Studium an der Accademia di Brera in Mailand, das er 1930 mit dem Diplom abschloss. Im selben Jahr schloss er sich der Pariser Künstlergruppe Abstraction-Création an. Seine Arbeit nahm eine entscheidende Wende, indem er Zugang zur Abstraktion fand. Die Kriegsjahre verbrachte er in Argentinien, wo er 1946 sein "Manifesto Blanco" (weißes Manifest) herausgab, in dem er erstmals seine Theorie des Spezialismo entwickelte und bei der Erfindung neuer künstlerischer Ideen und Materialien zur Zusammenarbeit mit der modernen Wissenschaft und Technik aufforderte. Ende der vierziger Jahre vollzog er den Schritt vom Bild zum Objekt. In den Raumkonzepten durchbohrte er mit spitzen Werkzeugen die Leinwand und verletzte damit bewusst die Bildfläche, mit der Absicht, den Raum zu öffnen (Concetti Spaziali).
1958 schlitzte Fontana monochrome Leinwände mit einem scharfen Messer auf, so dass durch die klaffende Öffnung die Wände, beziehungsweise der hintergelegte schwarze Stoff, der den Eindruck unendlichen Raums vermittelte, sichtbar wurden. Das/die Leere wurde als positives Element thematisiert. Neben monochromen Leinwänden zerschlitzte Fontana auch Keramik- und Metallplatten. Erst im Alter von 50 Jahren hatte Fontana mit diesem Werk seinen Platz in der Kunstgeschichte gefunden und wurde mit dem schöpferischen Akt der Zerstörung und dem daraus folgenden künstlerischen Impuls zum Idol für die junge Generation, wie Yves Klein und Piero Manzoni, die deutschen Zero-Künstler und die Vertreter der Arte Povera. Er ließ sich 1968 in Comabbio nieder, wo er am 7. September 1968 starb.
English