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Martin Kippenberger
Ohne Titel

Martin Kippenberger

1953 Dortmund – 1997 Wien


Ohne Titel

1988. Acryl und Öl auf Leinwand. 120 x 100cm.

248. Auktion „Moderne und Zeitgenössische Kunst“ am 31. Mai 2006, Los 307.

Ergebnis: € 112.500

VAN HAM Kunstauktionen erzielte für das Werk von Martin Kippenberger „Ohne Titel“ bei der 248. Auktion im Mai 2006 einen Spitzenpreis.


Biografie von Martin Kippenberger

Deutscher Maler, Bildhauer, Installations-, Performance-, Fotokünstler. Studium: 1972-76 Hochschule der Bildenden Künste Hamburg bei Claus Böhmler und Franz Erhard Walther. 1977 Bekanntschaft mit Werner Büttner sowie Albert und Markus Oehlen (Gemeinschaftsausstellung Wahrheit ist Arbeit, 1984); gründete 1978 zusammen mit Gisela Capitain einen Ausstellungsraum in Berlin. Kippenberger gestaltete konzeptuell-subversive, das traditionelle Kunstverständnis ironisierende, in provokativer Manier gesellschaftliche Tabus aufgreifende Arbeiten, die formal den Neuen Wilden nahestehen (Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken, 1984). Öffentliche Kontroversen entfachte u. a. die Skulptur eines gekreuzigten Frosches, die Kippenberger selbst als ironisches Selbstporträt verstand (Zuerst die Füße, 1990). Utopisch-konzeptuellen Charakter zeigte dagegen das Projekt Metro-Net (ab 1993), ein fiktives, die gesamte Welt umspannendes Netz von U-Bahnen, deren "Eingänge" u. a. auf der documenta 1997 und posthum im Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig 2003 installiert wurden. Werke: Düsseldorf, K21; Frankfurt am Main, MMK; Köln, Museum Ludwig; London, Tate; New York, MoMA.

Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

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