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Tata Ronkholz, Porträt, VAN HAM

Tata Ronkholz (1940 - 1997)

Tata Ronkholz wurde 1940 in Krefeld unter dem Mädchennamen Roswitha Tolle geboren. An der Werkkunstschule Krefeld studierte sie Architektur und Innenarchitektur. Im Anschluss absolvierte sie eine einjährige Ausbildung im Möbelhaus Schroer in Krefeld. Dann machte sie sich selbständig als Produktdesignerin. Über ihren Eheman Coco Ronkholz, der eine Katalogproduktion für Bernd Becher betreute, kam Tata Ronkholz mit der Photographie in Kontakt. 1977 darauf schrieb sie sich an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf ein und studierte wenig später in der Klasse für Photographie von Prof. Bernd Becher. Damit gehört sie neben Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth zu den ersten Studenten von Bernd Becher an der Düsseldorfer Akademie, die später als Becher-Schule legendär werden. 1985 hörte sie ganz auf zu fotografieren und arbeitete 1985-1995 in einer Kölner Fotoagentur zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts. 1997 starb Tata Ronkholz auf Burg Kendenich bei Köln. Die wohl umfangreichste Werkgruppe nahm Tata Ronkholz von Trinkhallen auf, die heute meist nicht mehr erhalten sind. Ebenfalls im Jahr 1978 begann sie mit der Dokumentation des Düsseldorfer Rheinauhafens in Zusammenarbeit mit Thomas Struth. "Schaufenster" nannte Tata Ronkholz ihre zuletzt entstandene Werkgruppe.

Tata Ronkholz, Negativ, VAN HAM
Tata Ronkholz, Archivbücher, VAN HAM

VAN HAM verwaltet das Archiv der 1997 verstorbenen Photographin Tata Ronkholz, die zu den ersten Studenten von Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf gehörte. Das Archiv umfasst Abzüge, Kontakte und sämtliche Negative sowie Teile ihrer Korrespondenz und Entwürfe im Rahmen ihrer späteren innenarchitektonischen Arbeit.  

Im Archiv der Photographin befinden sich drei Archivbücher im Format DIN-A-6, die Tata Ronkholz vermutlich während der Erstellung ihrer Aufnahmen ständig bei sich trug. Die Archivbücher geben mittels der Archivnummern, die Tata Ronkholz vergeben hat, Auskunft über die Werkgruppen "Trinkhallen", "Industrietore" und "Schaufenster". Eines der Bücher ist ausschließlich den Industrietoren gewidmet, während zwei weitere die Aufnahmen von Trinkhallen und Schaufenstern dokumentieren. Diese Archivbücher bilden die Grundlage des Werkverzeichnisses, das VAN HAM Art Estate für die Künstlerin erstellt.

Parallel zur Fachmesse photokina und im Rahmen der "Internationalen Photoszene" stellte VAN HAM 2001 eine Auswahl der fotografischen Arbeiten mit den typischen Trinkhallen und Industriebauten aus. Ferner erzielte VAN HAM die drei höchsten Auktionsrekorde für diese Künstlerin (Stand: 05.08.2013 laut artprice.com).