Restitutionen

Engagement im Kunsthandel: Der Auktionshandel ist ein schnelles Geschäft. Von der Einlieferung bis zum Verkauf sind es meist nur wenige Wochen. Trotzdem sind Professionalität und genaue Recherche das oberste Gebot. Vor allem die Herkunft will gut untersucht sein, denn immer wieder tauchen Kunstwerke auf, deren Provenienz während des Dritten Reiches nicht geklärt ist.


Erfolgreiche Restitutionen bei VAN HAM

Während des Naziregimes wurden zahlreiche jüdische Kunstliebhaber und -händler enteignet, indem ihre Kunstgegenstände zwangsversteigert oder direkt von den Nazis entwendet wurden. Ganze Sammlungen wurden dadurch auseinandergerissen. Heute ist oftmals schwer nachzuvollziehen, wo die Objekte gelandet sind oder ob sie überhaupt noch existieren.

In den letzten Jahren haben sich mehrfach die Augen der Öffentlichkeit auf VAN HAM gerichtet, als es um die erfolgreiche Restitution, also die Rückgabe und Entschädigung für während der NS-Zeit geraubte Kulturgüter jüdischer Mitbürger, ging.

Sobald ein eingeliefertes Kunstwerk Anzeichen auf eine problematische Provenienz zeigt, setzt VAN HAM sich zur Recherche u.a. mit bekannten Institutionen wie dem Art Loss Register in London, der Lost-Art-Koordinierungsstelle in Magdeburg oder dem Holocaust Claims Processing Office in New York in Verbindung, wo verschollene, gestohlene oder vermisste Kunst dokumentiert wird.

2013 und 2014 kamen mehrere herausragende und verschollen geglaubte Werke zum Aufruf, deren Restitutionen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Es handelt sich um Gemälde aus den legendären Sammlungen von Ismar Littmann, dem berühmten Amsterdamer Kunsthändler Jacques Goudstikker, Max Stern, Alfred Hess, Emma Budge oder Nardus.

"Es ist nicht das erste Mal, dass der Kölner Versteigerer Fingerspitzengefühl in Restitutionsangelegenheiten zeigt".

- Handelsblatt, 18. Mai 2014

"Teilen mit Würde".

- Spiegel, 2009

"In den Verhandlungen [...] hat Van Ham die zentrale Rolle des Vermittlers übernommen. Nie zuvor haben wir eine solch entschlossene Antwort des deutschen Kunstmarktes erhalten, wenn es um geraubte Kunst ging."

- Clarence Epstein, Concordia University

"An Eisenbeis' untadeligem Vorgehen [...] wird sich nicht nur sein Haus auch bei künftigen Fällen messen lassen müssen."

- Süddeutsche Zeitung, 14. Februar 2009