Einladung zum Pressegespräch in Berlin
VAN HAM

Einladung zum Pressegespräch in Berlin

Präsentation des Auktionskataloges der SØR Rusche Collection

Anlässlich der Vorstellung des Auktionskataloges der SØR Rusche Collection lädt Van Ham zum Pressegespräch in Berlin mit dem Sammler Dr. Dr. Thomas Rusche und Robert van den Valentyn, Partner bei Van Ham, ein. Der sehr persönlich gehaltene Katalog beinhaltet jene 150 Kunstwerke, die am 29. Mai 2019 bei Van Ham in Köln zum Aufruf kommen. Eine Auswahl dieser Werke wird im Rahmen des Gallery Weekends in Berlin in der Repräsentanz der M.M. Warburg & CO in der Behrenstraße präsentiert.

Pressegespräch und Präsentation des Auktionskataloges des SØR Rusche Collection

Am Mittwoch, 25. April 2019 um 11.30 Uhr
SØR Rusche Sammlungsräume
Schlüterstraße 53
10629 Berlin-Charlottenburg

Anwesend sind:

Dr. Dr. Thomas Rusche, Geschäftsführer der SØR Rusche GmbH
Robert van den Valentyn, Partner Van Ham Kunstauktionen GmbH & Co. KG

In der Auktion am 29. Mai 2019 finden sich unter den Highlights bekannte deutsche und internationale Künstler. Neo Rauch spielt in der SØR Rusche Collection eine bedeutende Rolle und so finden sich gleich acht Arbeiten unterschiedlicher Gattungen in der Mai-Auktion. Seine Leinwandarbeit „Pendel“ von 2009 führt das Portfolio an – sie wurde in der Galerie Eigen + Art erworben und war bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, u.a. in seiner Werkschau in München.

Daniel Richter ist ebenfalls mit zahlreichen Werken in der SØR Rusche Collection vertreten. Seine leuchtenden, eigenwilligen und narrativen Bildwelten machen ihn zu einer der wichtigsten künstlerischen Positionen seiner Generation. In seiner nun angebotenen Arbeit von 2007 tauchen hinter einer Mauer Totenköpfe auf, die auf seine Vorbilder James Ensor und Edvard Munch verweisen (Schätzpreis: 7.000 – 9.000 Euro).

Unverkennbar sind die Arbeiten von Stephan Balkenhol, so auch das Porträt von 2007, gemalt auf dem für Balkenhol typischen Wawa-Holz. Die SØR Rusche Collection erwarb das Werk in der Galerie Jochen Hempel in Leipzig/Hamburg und stellte es 2015 in der Ausstellung „Auf AEG“ in Nürnberg aus.

Norbert Tadeusz hob sich schon in seinem Studium mit seinem figurativen, sehr körperlichen Malstil von seinen Kommilitonen der Düsseldorfer Kunstakademie ab. Die Drastik seiner Werke entsteht durch die verrenkten Körper, die sich dem Betrachter in ungewöhnlichen Perspektiven und Bildausschnitten präsentieren. So auch „Andrea“, die nackt auf einem Flügel liegt, sich aber vom Betrachter abwendet und so trotz engem Bildausschnitt eine Distanz schafft (Schätzpreis: 6.000 – 8.000 Euro). Insgesamt werden elf Werke von Norbert Tadeusz zum Aufruf kommen.

Zu der jüngeren Künstlergeneration in der Sammlung SØR Rusche Collection gehören David Schnell und Martin Eder, die ebenfalls Künstler der Galerie Eigen + Art sind. In den Arbeiten von David Schnell finden sich architektonische Anklänge – ein Aspekt, der besonders ansprechend ist. Er bricht die Strenge mit irritierenden Elementen und bleibt damit spannend. Ein Künstler, der absolut im Jetzt arbeitet und dabei eine ganz eigene Formsprache entwickelt hat und die sich auch in seiner Arbeit „Markt“ von 2010 wiederfindet (Schätzpreis: 20.000 – 30.000 Euro).

Martin Eder hingegen ist bekannt für seine gegenständlichen Idyllen, deren Irritation im Detail liegen. Dabei sind Kitsch und Klischee nicht Gegenstand von Eders Bildern, sondern visuelle Werkzeuge. Neben Leinwandarbeiten sind es seine Aquarelle, die auf dem Markt gefragt sind, wie seine unbetitelte Arbeit von 2009, die in der Galerie Eigen + Art erworben wurde, die Eder seit 2002 vertritt.

Internationale Künstler finden ebenfalls in der SØR Rusche Collection. Für den Sammler Thomas Rusche gehört die Südafrikanerin Marlène Dumas zu den bedeutendsten lebenden Künstlerinnen. So sagt er über das Aquarell „Cultivated Emotion“ von 1986: „Es war mir immer klar, dass Marlène Dumas diese Arbeit für mich angefertigt hat, steht doch in unseren Berliner Sammlungsräumen ein ebensolcher Sessel, der den kultivierten Kunstgenuss langgestreckt ermöglicht.“ (Schätzpreis 6.000 – 8.000 Euro)

Ironisch, provokant und witzig – diese Worte beschreiben die Porträts von George Condo nur allzu treffend. Die unverwechselbare Arbeit „Blue Rodrigo“ gehört zu seinen grotesken Porträts, die unterschiedliche mentale Zustände und dabei den Wahnsinn des Alltags widerspiegeln (Schätzpreis: 20.000 – 30.000 Euro). George Condo nimmt seit rund vierzig Jahren eine zentrale Stellung in der amerikanischen Malerei ein, indem er mit seinen „Künstlichen Realismus“ in einzigartiger Weise kunsthistorische Traditionen würdigt und dabei eine eigene, phantasievolle Bildsprache entwickelt.

Wer genau hinschaut, findet in der zarten Malerei „Lake Scape“ von Leiko Ikemura nicht nur eine Seenlandschaft, sondern auch ein die Landschaft verschmolzenes Wesen (Schätzpreis: 6.000 – 8.000 Euro). Ihre japanischen Wurzeln sind dabei ebenso unverkennbar, wie die Auseinandersetzung mit der westlichen Kultur, deren Synthese das Œuvre und die Handschrift der Künstlerin unverkennbar prägen.

 

Die SØR Rusche Collection
Als der Museumsdirektor Chris Dercon 2004 erstmals Gemälde Alter Meister der traditionsreichen SØR Rusche Collection in Kombination mit zeitgenössischen Positionen im Münchner Haus der Kunst präsentierte, erschlossen sich dem Sammler und Unternehmer Thomas Rusche neue Bildwelten: „Mir wurde deutlich, dass da was zu vibrieren anfängt. Und dieses Seherlebnis hat bei mir einen Turbo ausgelöst. Da habe ich gespürt, das passt.“ Ein neuer Jagdtrieb war geweckt: Die Suche nach mutiger, junger Kunst.

Nach einem Rundgang in er Düsseldorfer Kunstakademie erwarb der Sammler 2005 erstmals ein Werk eines Zeitgenossen. Seitdem sind mehrere tausend Arbeiten von Gegenwartskünstlern hinzugekommen. Besonders zugänglich war dem Altmeister-Sammler die figurative Bildsprache der Neuen Leipziger Schule. Der Standort der SØR Rusche GmbH in Berlin begünstigte die Verbindung nach Leipzig und erweiterte zugleich die Ausrichtung der Sammlung: Durch das Netzwerk in Berlin als Treffpunkt der internationalen Kunstszene wuchs die Sammlung um zahlreiche internationale Positionen. Den Höhepunkt des jungen Sammlungsgebiets war 2015 die Ausstellung „Gute Kunst? Wollen!“ anlässlich der Offen Auf AEG in Nürnberg.

Neo Rauch (1960)
Pendel. 2009. Öl auf Leinwand. 35 x 50 cm
Taxe: 70.000 - 100.000 Euro

Norbert Tadeusz (1940 - 2011)
Andrea. 2003. Acryl auf Leinwand. 80 x 120 cm
Taxe: 6.000 - 8.000 Euro

George Condo (1957)
The blue Rodrigo. 2009. Öl auf Leinwand. 20 x 15 cm
Taxe: 20.000 - 30.000 Euro

Stephan Balkenhol (1957)
Ohne Titel (Porträt). 2007. Wawa-Holz bemalt. 33 x 27 x 4,5 cm
Taxe: 15.000 - 20.000 Euro

Daniel Richter (1962)
Ohne Titel. 2007. Öl auf Leinwand. 50 x 70 cm
Taxe: 7.000 - 9.000 Euro

David Schnell (1971)
Markt. 2010. Öl auf Leinwand. 110 x 180 cm
Taxe: 20.000 - 30.000 Euro

Marlène Dumas (1953)
"Cultivated Emotion". 1986. Aquarell und Tusche auf Papier. 22,5 x 27,5 cm
Taxe: 6.000 - 8.000 Euro

Leiko Ikemura (1951)
Lake Scape. 2010. Öl auf Jute. 90 x 119,5 cm
Taxe: 6.000 - 8.000 Euro

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Anne Rinckens
Telefon: +49 221 92 58 62 - 88

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