Adelheid Dietrich

1827 Wittenberg - 1891 Erfurt

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Biografie Adelheid Dietrich

Üppige Blumenkörbe, reiche Sträuße aus filigranen Wiesenblumen, pralle Trauben und samtige Pfirsiche strahlen in den Blumen- und Früchtestilleben der Erfurter Malerin um die Wette. Die altmeisterliche Qualität und das leuchtende Kolorit ihrer Werke wurde bereits zu Lebzeiten von der zeitgenössischen Kunstkritik gelobt.

Über das Leben und die Ausbildung der in Wittenberg 1827 geborenen Adelheid Dietrich ist heute leider wenig bekannt. Ihr Vater war der Erfurter Landschafts-, Architektur- und Historienmaler Eduard Dietrich, der nicht nur Mitbegründer des Thüringischen Kunstvereins ist, sondern auch als Lehrer an der Kunst- und Gewerbeschule unterrichtete. Es ist anzunehmen, dass die junge Adelheid, ebenso wie ihre weniger begabte ältere Schwester Rosa, vom Vater zu Hause in der Zeichen- und Malkunst unterrichtet wurde. Bereits 1847 und 1848 stellt sie, gerade einmal zwanzigjährig, auf der Kunstausstellung in Dresden aus. Von 1850 bis 1870 ist sie auf weiteren angesehenen deutschen Kunstausstellungen, z.B. in Berlin, Dresden, Kassel und Bremen mit Blumen- und Fruchtstücken vertreten. Die Kritiker loben die meisterhafte Präzision, mit der sie an die niederländische Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts anknüpft. Anlässlich eines Besuches der preußischen Königin und späteren Kaiserin Augusta in Erfurt schenkt sie dieser eines ihrer Gemälde und erhält dafür im Gegenzug zum Dank ein Kaffeeservice der Berliner Manufaktur KPM. Es ist bekannt, dass sie einige Studienreisen durch Deutschland und sogar nach Italien unternahm. Adelheid Dietrich blieb unverheiratet. Geehrt wurde die Malerin im Jahr 2004/2005 vom Erfurter Angermuseum im Rahmen einer kleinen Kabinettausstellung mit dem Titel "Rose, Mohn und Silberdistel. Ernestine Wendel und Adelheid Dietrich - Zwei Erfurter Blumenmalerinnen des 19. Jahrhunderts".

 

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Adelheid Dietrich:

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