Albert Mueller

1884 Schwandorf - 1963 Bremen

Künstlersuche

Biografie Albert Mueller

Der Maler gehört zu den wichtigsten Protagonisten der Stuttgarter Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. 1906 studiert er Philologie in Freiburg. Seinem Interesse für die Kunst folgend besucht er ab 1908 die Münchner Kunstakademie. 1913 wechselt er an die Stuttgarter Kunstakademie, wo er im Jahr darauf Meisterschüler von Adolf Hölzel wird. Dieser weist ihm bis 1916 den Weg zur Reduktion der Ausdrucksmittel und zur Loslösung vom Gegenständlichen. Da er vom Kriegsdienst befreit ist, kann er sich weiterhin seiner Kunst widmen.

So entwickelt er in expressionistischer Manier eine zunehmend vereinfachte Kompositionsweise und findet zu einer kraftvollen, leuchtenden Farbgebung. Angeregt von den in der Nachkriegszeit vorherrschenden revolutionären Ideen tritt Mueller 1918 der Berliner "Novembergruppe" bei und gründet 1919 u.a. mit Schlemmer und Baumeister die "Üecht"-Gruppe. Um seine eigenen Empfindungen und Werte zur Anschauung zu bringen, beginnt er zu dieser Zeit, in seinen Bildern eine spirituelle Welt mit religiös inspirierten, symbolhaften Erscheinungen in metaphysischen Raumsphären zu entwerfen und eine ganz eigene Form- und Inhaltsdeutung zu entwickeln. Dabei greift er anfangs Stilelemente des Kubismus und später die der Neuen Sachlichkeit auf. In den 1920er Jahren nimmt er an vielen Ausstellungen teil. 1929 wird er an die Stuttgarter Kunstgewerbeschule berufen. In diesem Jahr ist er auch Mitbegründer der "Gruppe 1929 Stuttgart". Durch die Nationalsozialisten diffamiert, werden 1937 seine Werke aus Museen beschlagnahmt; auch muss er 1942 sein Lehramt aufgeben. In seinem späten Schaffen begibt sich Mueller schließlich auf ganz neue künstlerische Pfade.

Vertreten unter anderem in:
- Staatsgalerie Stuttgart

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Albert Mueller:

1