Carl Gustav Carus

1789 Leipzig - 1869 Dresden

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Biografie Carl Gustav Carus

Deutscher Mediziner, Naturwissenschaftler, Maler, Zeichner im Umkreis der Dresdner Romantik. 1804-11 Studium (Chemie, Physik, Medizin) an der Universität Leipzig, gleichzeitig Unterricht an der Zeichenakademie ebd. Carus orientierte sich anfangs u. a. an C. Lorrain und J.C. Klengel. 1814 Berufung als Professor für Geburtshilfe nach Dresden. Hier Freundschaft mit C.D.

Friedrich, der ihn zwar in Motivwahl, Symbolsprache und Technik stark beeinflusste, doch konnte Carus mit seiner genauen wissenschaftlichen Naturbetrachtung besondere Akzente in der realistischen Wiedergabe (Atmosphäre, Licht, Farb- und Tonwerte) erreichen (Frühlingslandschaft im Rosenthal, 1814; Brandung bei Rügen, 1819; v. a. in den Zeichnungen). Diese Auffassung, die nach der Italienreise 1828 im Werk noch deutlicher hervortrat (Balkon in Neapel, 1829), erläuterte Carus in seinen »Briefen über Landschaftsmalerei« (1831). Als universale Begabung im Sinne Goethes gehört Carus zu den bedeutenden Persönlichkeiten in dessen Nachfolge; er war mit ihm befreundet und sein früher Biograf.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Carl Gustav Carus:

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