Fernando Botero

1932 Medellin/Kolumbien

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Biografie Fernando Botero

Kolumbianischer Maler, Bildhauer, Zeichner, bekannt für seine »dicken Figuren«. Studium: Akademien Madrid, Paris und Accademia di S. Marco, Florenz. Ab 1956 in Mexico City ansässig, ab 1960 in New York, ab 1972 in Paris. Anfänge in einer Mischung aus Informel, Pop Art und Action Painting; die figürlichen Darstellungen prägen ein altmeisterlicher Realismus und eine barocke Lust am Erzählen, hinzu kommen Anregungen aus der südamerikanischen Volkskunst. Schon früh wirken die Figuren wie aufgebläht, spannungsgeladen und zu voluminös für den sie umgebenden Raum.

Die Deformation ist dabei nicht als Karikatur gemeint. Motive sind Personen des öffentichen Lebens in Südamerika wie Diktatoren, Kleriker, Bürger, auch Bordellszenen. Zunehmend klassische Themen der abendländischen Ikonographie und historische Personen, stets individuell verfremdet. Ab den 70er Jahren auch Skulpturen. 2006 Gemälde zum Folterskandal im Gefängnis Abu-Ghuraib. Werke: München, Neue Pinakothek; Hannover, Kunstmuseum; Goslar, Altstadt.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Fernando Botero:

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