Franz Marc

1880 München - 1916 bei Verdun

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Biografie Franz Marc

Deutscher Maler, ein Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. Sohn eines Malers; studiert zunächst Theologie, ab 1900 bei Gabriel Hackl und Wilhelm von Diez an der Münchner Kunstakademie. Nach einer Parisreise 1902 Abbruch des Studiums; Marc setzt sich mit Manet, Gauguin und Van Gogh auseinander und findet zu vereinfachten Formen, Flächigkeit und größerer Dynamik. Er malt viel im Freien und entdeckt das Tier, das für ihn mehr als der Mensch das »Reine« und »Wahre« verkörpert, als sein zentrales Thema.

1909 Übersiedlung nach Sindelsdorf/Oberbayern, wo ihn 1910 August Macke besucht; angeregt durch ihn gelingt Marc der Durchbruch zur Farbe als vom Lokalkolorit gelöstes, eigenständiges Element seiner Malerei. Er entwickelt eine eigene farbpsychologische Theorie und gelangt zu weiterer Reduktion und Rhythmisierung seiner ausgewogenen Kompositionen. 1911 Freundschaft mit Wassily Kandinsky und Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München, aus der 1912 der Blaue Reiter hervorgeht. 1912 mit Macke Reise nach Paris, wo ihn Delaunays orphistische Fensterbilder und die Werke der Futuristen beeindrucken. Ende 1913 findet Marc zur Abstraktion; die letzten 1914 vor seiner Abreise in den Krieg entstandenen Gemälde tragen Titel wie Spielende oder Kämpfende Formen.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Franz Marc:

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