Franz von Stuck

1863 Tettenweis - 1928 Tetschen

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Portrait Künstler Stuck Franz von (1863 Tettenweis  - 1928 Tetschen),19./20. Jh....
Franz von Stuck

Biografie Franz von Stuck

Als Mitbegründer der "Münchner Secession" nahm sich Franz von Stuck vor allem Figuren der römischen und griechischen Mythologie zum Sujet und ging mit seinen der Fantasie entsprungenen Fabelwesen und Aktmalereien als bedeutender Maler in die Kunstgeschichte ein. Doch erscheint das bildhauerische Werk des Künstlers im Vergleich zum malerischen Oeuvre weitaus geringer.

Der Sohn eines Müllers besucht ab 1882 die Münchner Kunstgewerbeschule, mit dem Bestreben, als Zeichenlehrer zu unterrichten. Kurze Zeit darauf fasst er den Entschluss, als Maler tätig zu sein und beginnt im Zuge dessen ein Studium an der Münchener Akademie. Am Unterricht bei Lindenschmitt nimmt er nur sehr unregelmäßig teil, vielmehr bildet er sich autodidaktisch unter dem Einfluss von Wilhelm von Diez, Arnold Böcklin und Franz von Lenbach weiter. Zu dieser Zeit verdient er seinen Lebensunterhalt durch kunsthandwerkliche Arbeiten sowie humoristische Zeichnungen, mit denen er schnell über München hinaus an Bekanntheit gewinnt. Um 1887 beginnt er erstmals, mit der Malerei in Öl zu experimentieren. Sein Debüt als Künstler feiert Stuck bereits zwei Jahre später auf der Münchner Jahresausstellung von 1989, auf der er erstmals als Maler hervortritt. Von den schon von Böcklin favorisierten Fabelwesen zeigt sich auch Franz von Stuck inspiriert, sodass sein Werk vor allem durch die der Fantasie entsprungenen Geschöpfen geprägt wird. So sind es stets Fantasiegebilde in Form von Faunen, Kentauren und Hirschmenschen, Waldnymphen, Nixen und Mischwesen, die im malerischen Oeuvre des Künstlers wiederkehren.

1892 gründet Stuck mit Wilhelm Trübner die "Münchner Secession", die sich gegen die etablierten Künstler als auch den staatlichen Kunstbetrieb richtet. Doch wird Stuck, im Gegensatz zu dieser oppositionellen Gegenbewegung, neben Lenbach und Kaulbach zu den "Münchner Malerfürsten" gezählt. Ab dem Jahr 1895 wird Stuck zudem zum Nachfolger Lindenschmitts ernannt und erhält eine Professur an der Münchner Akademie. Zwei Jahre darauf beginnt Stuck mit dem Bau seiner herrschaftlichen Villa im Münchener Stadtteil Bogenhausen. Bei dem Bau steht das Ziel der Entwicklung eines "Gesamtkunstwerks" im Vordergrund, in dessen Raumkonzept die plastischen Arbeiten des Künstlers fortan einen hohen Stellenwert einnehmen werden. Gips-, Bronze- als auch Steingüsse mit kämpfenden Faunen oder Tänzerinnen zählen dabei zum umfassenden Dekorations- und Raumprogramm des Innenraums sowie der Gartengestaltung.

Anfang der 1890er Jahre tritt Stuck mit diesen ersten bildhauerischen Arbeiten an die Öffentlichkeit. Im plastischen Werk konzentriert sich die Themenwahl weniger auf Mischwesen, vielmehr greift Stuck auf Figuren der Antike oder Mythologie zurück. Diese erscheinen meist, geprägt von traditionellen Darstellungsweisen, in Form von Tänzerinnen und Athleten und erfahren mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts eine enorm hohe Rezeption. In formaler Hinsicht wird Stuck zum einen von antiken, hellenistischen Bildern beeinflusst, die freizügig tanzende Männer zum Sujet haben. Zum anderen ist es die amerikanische Tänzerin Loie Fuller, die mit ihren Schleiertänzen zu dieser Zeit viele Künstler zu Tanzbildern anregt. So auch Franz von Stuck, der die als Modell dienende Tänzerin in hellenistische Motive übersetzt. Durch den Antikenverweis kann der Künstler die Körper weitaus freizügiger darstellen.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Franz von Stuck:

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