Fritz Klimsch

1870 Frankfurt a. M. - 1960 Saig

Künstlersuche

Biografie Fritz Klimsch

Der bedeutende Bildhauer der Klassischen Moderne stellt das autonome Menschenbild in den Mittelpunkt seines Oeuvres. Dabei gilt sein Interesse besonders dem formal und inhaltlich befreiten Frauenakt. Auf subtile Weise bringt er in ihm Schönheit und Anmut, Stolz und Kraft sowie Lebensfreude zum Ausdruck.

Daneben schafft er Denkmäler und zahlreiche Porträts u.a. von Persönlichkeiten aus Kultur und Politik wie. z.B. von Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Slevogt, Ludwig Thoma, Max Planck und Paul von Hindenburg.
Klimsch studiert von 1886 bis 1894 u.a.

bei Fritz Schaper an der Kunstakademie in Berlin. Während dieser Zeit kann er erste Erfolge verzeichnen. Im Jahr des Abschlusses reist er nach Paris, wo er den Werken von Auguste Rodin begegnet. Deren starke Vitalität in Form und Ausdruck wie auch die Architektonik und Statik der Skulpturen von Adolf von Hildebrand beeinflussen ihn nachhaltig. Ab 1895 fu?hren ihn Exkursionen u.a. nach Italien (auch 1901, 1913) und Griechenland (1901, 1909), auf denen ihn besonders die Skulpturen der Antike beeindrucken. 1898 gru?ndet er mit Max Liebermann und Walter Leistikow die Berliner Sezession; 1913 tritt er dann zur Freien Sezession u?ber. Ab 1905 präsentiert er seine Arbeiten auch im europäischen Ausland und in den USA. 1910 wird er zum Professor, 1912 zum Mitglied und 1916 zum Senator der Kunstakademie in Berlin ernannt. Von 1921 bis 1935 ist er Professor an der Kunsthochschule Berlin. 1944 wird er zum Senator der Deutschen Akademie Mu?nchen gewählt. Nach der Ausbombung siedelt er 1943 nach Salzburg über. Dort wird er 1946 ausgewiesen und lässt sich bei Saig im Schwarzwald nieder. Klimsch erhält eine Vielzahl von Ehrungen, wie die Goethe-Medaille 1940 und das Große Bundesverdienstkreuz 1960.
Anlässlich der großen Fritz Klimsch-Retrospektive im Kunsthaus am Museum in Köln 1991 gibt VAN HAM eine von Hermann Braun angelegte Dokumentation zum Oeuvre des Künstlers heraus. In diesem vollständigen Werkverzeichnis sind mehr als 40 bis dahin verloren geglaubte Werke aufgeführt.

Vertreten unter anderem in:
- Nationalgalerie Berlin
- Museum Folkwang, Essen
- Städel Museum, Frankfurt a.M.
- Ateneum Art Museum - Finnish National Gallery, Helsinki

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Fritz Klimsch: