George Condo

1957 Concord/New Hampshire, USA

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Biografie George Condo

Der Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer zählt zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern der USA. Bekannt ist er durch seine unverwechselbaren surrealen, ironischen und provokanten Arbeiten, in denen er sich mit der Physiognomie und den Geisteszuständen des Menschen auseinandersetzt. Während er sich technisch mit der Bildsprache alter Meister beschäftigt, setzt er sich motivisch mit der Klassischen Moderne, der Comic-Kunst und der Pop Art auseinander. Er selbst bezeichnet seine Kunst als "Artificial Realism", die realistische Darstellung des Artifiziellen.

Seit 2002 bringt er auch sozialkritische und politische Elemente in seine Kompositionen mit ein, durch die er den "radikalen Konservatismus" in der Gesellschaft hinterfragt.
Condo studiert von 1976 bis 1978 an der University of Massachusetts, Lowell/USA, Kunstgeschichte und Musiktheorie. Ohne Abschluss geht er nach Boston, wo er in einem Siebdruck-Atelier arbeitet und Unterricht am Massachusetts College of Art nimmt. Als Bassist der Punkband "The Girls" lernt er M. Dagley sowie J.-M. Basquiat kennen, der ihn animiert, nach New York überzusiedeln. Hier freundet er sich mit A. Ginsberg und K. Haring an, arbeitet in A. Warhols "Factory" und stellt 1981 erstmals aus. Von 1985 bis 1995 lässt er sich in Paris nieder. Er beteiligt sich an zahlreichen Gruppenausstellungen, so 2013 an der Biennale von Venedig. Condo erhält viele Auszeichnungen wie 1999 den Academy Award in Art der American Academy of Arts and Letters und 2008 den Artist's Award der Arts Connection, New York. Eine große Retrospektive seines Werkes präsentiert er 2011/12 in New York, Rotterdam, London und Frankfurt a.M.

Vertreten unter anderem in:
- me Collectors Room, Berlin
- Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M.
- FRAC - Ile-de-France - Le Plateau, Paris
- Museu d´Art Contemporani de Barcelona
- Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art, Budapest
- Museum of Modern Art, New York
- Whitney Museum of American Art, New York
- Metropolitan Museum of Art, New York
- Solomon R. Guggenheim Museum, New York


George Condo ist einer der erfolgreichsten und interessantesten amerikanischen Künstler. In jungen Jahren arbeitet er in Warhols Factory und ist befreundet mit den Malern Jean-Michel Basquiat und Keith Haring. Auch ist er mit den Schriftstellern Brion Gysin, William S. Burroughs und Félix Guattari bekannt. In den 1980er und Anfang der 1990er-Jahre lebt Condo in New York und Paris und für kurze Zeit sogar in Köln, wo er mit Künstlern der Mülheimer Freiheit wie z.B. Walter Dahn oder Jiri Georg Dokoupil arbeitet.
Condos groteske und humorvolle Bildwelten zeigen überzeichnete Figuren, Hybride aus altmeisterlichen Vorbildern mit comichaften wie popkulturellen Elementen. In diesem Sinne benennt er seinen Stil selbst als "artifiziellen Realismus". Da er mehrere Seiten eines Charakters der Dargestellten auf die Leinwand bannen möchte - ganz ähnlich wie Picasso in seiner kubistischen Phase - bezeichnet er seinen Stil auch als "psychologischen Kubismus". Neben Pablo Picasso finden sich Einflüsse von Willem de Kooning und Francis Bacon in seinen Werken. Condo selbst inspiriert namhafte Künstler der nachfolgenden Generation wie John Currin oder Glenn Brown.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von George Condo:

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