Gerhard Hoehme

1920 Greppin/Dessau - 1989 Düsseldorf

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Biografie Gerhard Hoehme

Mit seinen äußerst eigenwilligen und vielschichtigen Werken ist der Maler und Grafiker einer der wichtigsten und wegweisendsten Vertreter des deutschen Informel. Sein Interesse gilt der Gesetzmäßigkeit der Farbe, ihrem Strömen und Wachsen, ihrer Materie und Struktur. Beim Ausloten ihrer Möglichkeiten stößt er in den 1950er Jahren immer wieder auf die Grenzen der zweidimensionalen Fläche. 1964 überwindet er diese und dringt in den Raum vor, indem er auch Materialen wie Holz, Gaze oder heraushängende Nylonschnüre in seine Werke einarbeitet.

Die totale Offenheit des Bildes nach allen Seiten hin ist in seinem nun folgenden Schaffen Programm.
Gerhard Hoehme besucht von 1951 bis 1953 die Düsseldorfer Kunstakademie. Im Abschlussjahr wird er führendes Mitglied der "Gruppe 53" (bis 1959), zu der u.a. Brüning, Schultze, Schumacher, Piene und Mack gehören. 1957 ist er Mitbegründer der "Galerie 22" (bis 1960), in der sich informelle Künstler sowie Musiker und Literaten treffen. 1959 nimmt er an der documenta in Kassel teil (postum auch 1992). Im Jahr darauf wird er mit dem Villa Massimo-Preis, Rom, sowie 1962 mit dem Premio Marzotto, Preis für Europäische Malerei, ausgezeichnet. Von 1960 bis 1984 ist er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. In dieser Zeit veröffentlicht er seine Texte "Wegzeichen im Unbekannten", 1962, und "Manifest Relationen", 1967. Ab 1984 lehrt er an der Kunstakademie in West-Berlin und dazu im Rahmen der Paul-Klee-Professur für Bildende Kunst an der Universität Gießen. Unter seinen Schülern sind auch Sigmar Polke und Chris Reinecke

Vertreten unter anderem in:
- Neues Museum Weserburg, Bremen
- Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg
- Museum Folkwang, Essen
- Städel Museum, Frankfurt a.M.
- Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
- Hamburger Kunsthalle
- Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
- Neue Galerie Kassel
- Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach
- Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Gerhard Hoehme: