Heinrich Vogeler

1872 Bremen - 1942 Kasachstan

Künstlersuche

Biografie Heinrich Vogeler

Deutscher Maler, Grafiker, Kunsthandwerker. Studium: 1890-93 Kunstakademie Düsseldorf. Zahlreiche Reisen. Angeregt u.a. von William Morris. Lässt sich 1894 in Worpswede nieder, wo er ab 1895/96 die gleichnamige Künstlerkolonie aufbaut. Ab 1899 für die Jugendstil-Zeitschrift Die Insel tätig. 1904/05 Inneneinrichtung der Güldenkammer im Bremer Rathaus. 1908 in Tarmstedt Gründung der Worpsweder Werkstatt für Inneneinrichtung und Möbel. Soldat im 1. Weltkrieg. Hinwendung zum Kommunismus.

Allmähliche Auflösung der Künstlerkolonie; 1923 Übergabe des Barkenhoffs an die Rote Hilfe (Kinderheim). Reist mehrfach in die Sowjetunion. 1928 Mitbegründer von ASSO. Nach Reisen u.a. ins Tessin lässt sich Vogeler 1931 endgültig in der Sowjetunion nieder. Tätig für verschiedene Organisationen, Museen und Zeitschriften 1941 nach Kasachstan evakuiert. Vogelers künstlerische Entwicklung führt von Jugendstil und Heimatkunst (eigenes Haus in Worpswede, vor 1897) zur Annäherung an den Expressionismus und schließlich zum Agitprop und sozialistischen Realismus. Hauptwerk sind seine fantasievollen, träumerisch-romantischen Grafiken und Gemälde der Jahre 1905-14 (Liebespaar; Verkündigung; Das Konzert; Sommerabend). Werke: Worpswede, Bremen, Oldenburg.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Heinrich Vogeler:

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